Schwarzenfelder gestalten Heimatort neu
Bahnhof-Areal im Fokus

Breiten Raum nahm bei der zweiten ISEK-Bürgerwerkstatt das Thema "Miesbergallee - Gestaltung und Sanierung" ein. Dr. Tanja Korzer (Mitte) moderierte diesen Themenbereich und stieß dabei auf außerordentlich großes Interesse seitens der Diskussionsteilnehmer. Bild: mab
Politik
Schwarzenfeld
09.07.2017
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Wie möchten die Schwarzenfelder ihren Heimatort gestaltet sehen? Mit dieser Frage und einer Vielzahl an damit verbundenen Möglichkeiten befasste sich die zweite Bürgerwerkstatt im Restaurant Miesberg.

ISEK, das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, hat es zum inhaltlichen Kern, Ziele und Projekte für die Zukunft Schwarzenfelds zu erarbeiten und zusammen mit Verwaltung und Bürgern mit realisierbaren Nutzungskonzepten auf den Weg zu bringen. Konkret standen bei dieser Zusammenkunft, zu der sich knapp 30 interessierte Schwarzenfelder eingefunden haben, das ehemalige Brauereigelände im Ortskern, das Bahnhof-Areal und die Miesbergallee im Fokus.

Seit Februar letzten Jahres ist Städteplaner Jens Gerhardt vom Büro "u.m.s." mit seinem Team damit beschäftigt, Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung aufzugreifen und zu kanalisieren. Ihm zur Seite standen bei diesem Treffen Dr. Tanja Korzer, die sich des Themas Miesbergallee angenommen hatte, und Architekt Markus Rösch mit der künftigen Gestaltung des Bauer-Areals als Zielsetzung. Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten rund um das Bahnhofsgelände moderierte Jens Gerhardt.

Unter Zuhilfenahme historischer Karten, die die Veränderung des Ortskerns im Laufe der Jahrhunderte aufzeigten, wurde schnell deutlich, dass die derzeitige Nutzung als Parkplatz auf dem Brauereigelände als "nicht ideal" zu sehen ist. Was soll nun nach dem Willen der Bürger daraus werden? Weitere Geschäftsansiedlung, Ärztehaus, seniorengerechte Wohnbebauung und Vieles mehr sollte nach dem Wunsch der Anwesenden in der "guten Stube des Marktes" verwirklicht werden. Nahezu einhellig war der Wunsch nach Erhalt der vorhandenen Gastronomie im Zentrum.

Steht ein Tunnel, eine Brücke oder auch der weiterhin beschrankte Bahnübergang als optimale Lösung für die Verbindung zur Ruit zur Debatte? Ein großes Thema dabei war auch die barrierefreie Überwindung der Gleisanlage. Vor dem Hintergrund steigender Zugfrequenz durch die Elektrifizierung wird dieses Thema wohl zum Dauerbrenner werden. "Erarbeiten Sie als Kommune eigene Vorstellungen und gehen Sie mit diesen Planungsvorschlägen auf die Deutsche Bahn zu ," so der Ratschlag von Diplom-Ingenieur Gerhardt, an Bürgermeister und anwesende Markträte gerichtet.

Im Jahre 1989 wurde durch den Heimat- und Verschönerungsverein die Sanierung der Miesbergallee mit einem Schreiben an die Verwaltung bereits angeregt. Nun, knapp 30 Jahre später, ist dieses Thema als Dauerbrenner immer noch gegenwärtig. Bäume komplett weg und Anlage einer neuen Allee mit entsprechender Straßenführung, Erhalt der gesunden Baumstruktur mit Ergänzung durch Ersatzanpflanzung oder veränderte Verkehrsführung? So lauteten die Fragen, die eine angeregte Diskussion nach sich zogen.

Schnell stand fest, dass am Ende keine einheitliche Lösung als Ziel im Raum stand, jedoch die Allee mit einem Rundweg um den Berg unter Einbezug des alten Kreuzweges zu einer Herzensangelegenheit der "Mitarbeiter-Bürgerwerkstatt" wurde.
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