09.04.2018 - 20:30 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

SPD-Landtagsfraktion gibt in Schwarzenfeld Empfang für Ehrenamtliche Aktiv an Gestaltung des öffentlichen Lebens teilnehmen

Ruth Waldmann gewann in München bei der Landtagswahl das einzige SPD-Direktmandat in Bayern. Die 47-Jährige ist in der sozialdemokratischen Landtagsfraktion Sprecherin für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement und damit prädestiniert für einen Empfang für Ehrenamtliche, den ihre Fraktion gestern Abend in Schwarzenfeld ausrichtete. "Ohne die Ehrenamtlichen ist kein Staat zu machen", versicherte dabei Landtagsabgeordneter Franz Schindler im Namen seiner Parteikollegen aus dem Parlament.

MdL Ruth Waldmann nannte das Ehrenamt "das "Recht mündiger Bürger, sich aktiv einzumischen und sich an der Gestaltung der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens zu beteiligen". Bilder: Dobler (2)
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Das Ehrenamt hat in Bayern eine lange Tradition und trägt maßgeblich zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft bei. Es heißt, fast jeder Zweite über 14 Jahren engagiere sich in Bayern ehrenamtlich an unterschiedlichsten Stellen, als Schülerlotse, als Vereinsvorstand, bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, in Sportvereinen, im Kirchenchor, im Elternbeirat oder auch ehrenamtlich in der Kommunalpolitik. "98 Prozent der Politik wird von Ehrenamtlichen gemacht", wusste Schindler und verwies als Beleg auf die vielen tausend Gemeinderäte landauf, landab.

Die Abgeordnete aus der bayerischen Landeshauptstadt bezeichnete das Ehrenamt als "Recht mündiger Bürger, sich aktiv einzumischen und sich an der Gestaltung der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens zu beteiligen". Deshalb sei es auch sinnvoll gewesen, dem Ehrenamt als Staatsziel durch Aufnahme in der Bayerischen Verfassung eine herausgehobene Rolle zu geben. Zufrieden nahm sie zur Kenntnis, dass der neue Ministerpräsident Markus Söder den sozialdemokratischen Gedanken einer Ehrenamtsbeauftragten aufgegriffen habe und dieses neue Amt mit der Politikerin Gudrun Brendel-Fischer besetzt habe. "Hoffentlich ist das keine Grüß-Gott-Tante", sagte Ruth Waldmann.

Waldmann räumte ein, dass sich das Ehrenamt einer Wandlung unterwerfen musste. Das habe dazu geführt, dass sich junge Menschen weitaus geringer engagieren. Das liege aber nicht an mangelndem Interesse, sondern finde seine Ursachen im familiären und beruflichen Bereich. Deshalb müsse die Politik überlegen, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um wieder Verbesserungen zu erreichen. Dazu gehört nach Ansicht Waldmanns beispielsweise, das Mitspracherecht im Ehrenamt zu stärken.

Der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl befand zwar, dass sich "der Egoismus in der Gesellschaft ausbreitet", freute sich aber über jene, die sich trotzdem einen Ruck gegen und sich einsetzen. Mit listig-lustigen Liedern in Mundart unterhielten die Geschwister Winterer - Helga Kasparides und Marita Lobenhofer - ihr Publikum.

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