22.08.2017 - 21:12 Uhr
SchwarzenfeldSport

Fehlstart des 1. FC Schwarzenfeld in der Landesliga "Zahlen bisher Lehrgeld"

Acht Spiele, ein Punkt, 6:27 Tore: Der 1. FC Schwarzenfeld legt in der Landesliga Mitte einen klassischen Fehlstart hin. Trotzdem ist beim Aufsteiger von Trübsal keine Spur.

Bisher waren die Gegner in der Landesliga für Marco Zirngibl (vorne, Nummer 6) und den 1. FC Schwarzenfeld meist eine Nummer zu groß. Bild: mhs
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Ausgerechnet im Derby gegen den SC Ettmannsdorf verbuchte der 1. FC Schwarzenfeld den ersten Zähler in der noch jungen Landesliga-Saison. Wobei durchaus mehr drin gewesen wäre. "Wir gehen in der 86. Minute in Führung und kassieren durch einen umstrittenen Handelfmeter in der Nachspielzeit den Ausgleich. Das ist blöd gelaufen. Wenn du hinten drinstehst, fehlt eben auch das nötige Glück", blickt FC-Spielleiter Matthias Kurz zurück.

Dennoch haben es sich die Liga-Neulinge fest vorgenommen, aus allen Spielen das Positive mitzunehmen. "Wir haben bisher in fast allen Partien gut mitgehalten, zahlen aber noch zu viel Lehrgeld." Schwarzenfeld ist nach der Bezirksliga-Meisterschaft nicht blauäugig in das "Abenteuer Landesliga" gestartet - Verantwortliche, Spieler und Fans waren sich von Beginn an der Schwere der Aufgabe bewusst. "Der Sprung von der Bezirksliga in die Landesliga ist groß. Da fehlt einfach die Bezirksoberliga als Zwischenschritt", analysiert Kurz. Die Spieler sollten lernen und an ihren Aufgaben wachsen. Mut spricht den Verantwortlichen des aktuellen Schlusslichts der Blick zu den anderen Aufsteigern zu. "Egal, ob Tegernheim oder Raigering - die anderen Aufsteiger kämpfen mit ähnlichen Problemen wie wir." Mit dem feinen Unterschied, dass auf deren Konto schon sieben beziehungsweise sechs Zähler verbucht stehen.

Wobei es das Auftaktprogramm des Aufsteigers schon in sich hatte: Die Zweitliga-Reserve des SSV Jahn, Fortuna Regensburg oder der TSV Kareth-Lappersdorf verfolgen ganz andere Ziele als der wackere Neuling. "Das waren schon ordentliche Brocken, gegen die wir da ran mussten. Jetzt hoffen wir einfach auf Gegner, die mit uns auf Augenhöhe agieren. Mit zwei Siegen stünden wir schon auf einem Relegationsplatz", übt sich Kurz in Optimismus. Bogen, Bad Kötzting, Donaustauf, Waldkirchen lauten die nächsten vier Kontrahenten - nicht gerade Laufkundschaft, die auf die Truppe des derzeit urlaubenden Trainers Wolfgang Stier wartet. "Der Druck liegt dabei eindeutig bei unseren Gegnern. Wir haben absolut nichts zu verlieren und können nur positiv überraschen." Noch sei weniger als ein Drittel der Spielzeit absolviert und mit zunehmender Akklimatisierung traut Kurz der Mannschaft auch die ein oder andere Überraschung zu. "Die Liga ist sehr ausgeglichen, wir werden noch Punkte holen." Und wenn nicht? Auch dieses Szenario bereitet in Schwarzenfeld niemandem schlaflose Nächte. "Wenn es am Ende nicht reichen sollte, ist das nicht sonderlich tragisch. Dann sehen wir die Landesliga-Spielzeit als wertvolle Erfahrung für den gesamten Verein an." Personelle Nachbesserungen des kleinen Kaders sind schon aus finanziellen Gründen derzeit nicht geplant. "Vielmehr setzen wir auf die Rückkehr der Stammkräfte Thomas Bayerl und Christopher Ludascher, die spätestens zur Rückserie wieder einsatzbereit sein sollten."

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