09.04.2018 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Handball-BOL Am Ende "nur" 30 Tore für die HSG-Damen

Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld ziehen noch einmal richtig vom Leder und feiern im letzten BOL-Heimspiel der Saison einen Kantersieg. Aber trotzdem gibt es auch kritische Stimmen.

Die HSG-Spielerinnen bedanken sich nach der Partie bei den Zuschauern. Im letzten BOL-Heimspiel feierten sie noch einmal einen Kantersieg. Bild: ham
von Tanja SöllnerProfil

Es war ein hervorragender Heimspielabschluss für die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Souverän schickte sie den SC Eltersdorf mit 30:13 auf den Heimweg.

Die erste Halbzeit verlief bilderbuchmäßig für die Mannschaft von Trainer Karl Söllner. Die 6:0-Abwehr agierte sehr aggressiv und konzentriert, so dass die Gäste aus Erlangen keine richtige Torchance hatten. Verzweiflungswürfe waren das Resultat, die sicher von Lisa Pröls im HSG-Tor entschärft wurden. Aus dieser sehr konsequenten Defensive schalteten die HSG-Damen sehr schnell ins Konterspiel um, welche auch die Bälle im gegnerischen Tor versenkt wurden. Nach zehn Minuten stand es bereits 7:0 und die Gäste aus Franken schienen zu verzweifeln. Es lief einfach phänomenal und man merkte den HSG-Damen die Spielfreude an. Erst nach 19 Spielminuten gelang den Gästen durch Unachtsamkeit in der Abwehr, der erste Treffer. Es stand allerdings schon 14:1 für die Heimmannschaft. Durch schnelle Angriffsaktionen fanden die Oberpfälzerinnen immer wieder die Lücken in der SC-Abwehr. Zur Halbzeit stand es dann bereits 19:2 und es sah alles nach einer richtigen Torflut aus.

"Ich war begeistert. Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir das gezeigt, was wir wirklich können", war Trainer Karl Söllner von der ersten Hälfte begeistert. "Jeder kam zum Zug, und wir präsentierten uns als Mannschaft. Natürlich war der SC Eltersdorf kein überragender Gegner, aber wir haben auch schon gegen vermeintlich schwächere Mannschaften nicht so souverän überzeugt.

Doch die Konzentration ließ in der zweiten Hälfte etwas nach bei der Heimmannschaft. Nach 45 Minuten stand es 27:8, aber die HSG gönnte den Gästen einfach zu viele Tore. In den letzten zehn Minuten blieben die Gastgeberinnen torlos, nachdem sie zuvor ihren 30. Treffer erzielt hatten. "Wir haben uns in den zweiten 30 Minuten total unter Wert verkauft. Schade, denn es hätte wirklich mal ein sehr hohes Ergebnis werden können", ärgerte sich Söllner ein wenig.

Dann sah er aber schnell wieder das Positive: "Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir endlich die 30er Marke geknackt, in der zweiten Halbzeit aber zu wenig System im Positionsspiel gezeigt und die letzten zehn Minuten komplett nachgelassen. Was vielleicht auch am doch klaren Vorsprung lag."

Ich war begeistert. Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir das gezeigt, was wir wirklich können.HSG-Trainer Karl Söllner zur Leistung in der ersten Hälfte
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