10.04.2017 - 20:10 Uhr
SchwarzenfeldSport

HSG-Herren stinksauer Niederlage gegen verstärktes Schlusslicht

Erlangen. Sie spielten gegen das Schlusslicht, der Tabellenletzte HC Erlangen III war aber richtig aufgemöbelt, hatte sich mit fünf Spielern aus der "Zweiten", die in der Bayernliga spielt, verstärkt. Und so verloren die Handballer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld als Tabellenzweiter der BOL beim HC III mit 26:30. Kurioserweise brachte der Einsatz der Spieler aus der Bayernliga den Erlangern nichts, denn sie standen schon vor dem Spiel als Absteiger aus der Bezirksoberliga fest.

Simon Schießl war mit sieben Toren erfolgreichster Werfer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Bild: mr
von Redaktion OnetzProfil

Die Partie begann gut für die HSG. Nach zehn Minuten führte sie mit 4:3, was allerdings die letzte Führung der HSG im Spiel bleiben sollte. Die Franken stellten eine sehr kompakte 6:0-Abwehr, an der sich die Nabburger die Zähne ausbissen. Zudem verfehlten auch etliche freie Würfe das Ziel. Die resultierende Ballgewinne nutzten die Erlanger. Zu langsam zog sich die HSG zurück und fing sich Ende der ersten Hälfte etliche Kontertore. Zur Pause lagen die Gäste schon mit 9:15 zurück. Trainer Daniel Kessler sprach in der Halbzeit die Probleme deutlich an: "Es kann nicht sein, dass wir die Bälle im Angriff verlieren und uns dann nicht schnell genug zurückziehen. Und vorne muss für Tore gearbeitet werden. Spielt Kreuzungen und stoßt auf die Lücken, anstatt mit Einzelaktionen zu agieren."

Dies wollten die Oberpfälzer unbedingt umsetzen und zeigten in der zweiten Halbzeit eine sehr anständige Leistung. Doch auf weniger als drei Tore schrumpfte der Vorsprung der Erlanger nie. Zu stark agierten die Bayernligaakteure auf Seiten der Gäste. Warum die Erlanger ihr Team so enorm verstärkten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Noch im Hinspiel hatte die HSG die Erlanger mit 30:15 aus der Halle geworfen.

Die HSG-Leute waren auf jeden Fall mächtig sauer. Eine solch wettbewerbsverzerrende Maßnahme könnte nun die HSG um einen möglichen Aufstieg und damit um den Lohn für die komplette Saison bringen. Dazu sagte Trainer Kessler: "Völlig grundlos setzt der HC Erlangen fünf höherklassige Spieler ein. Das hat mit Fairplay rein gar nichts zu tun. Zum Glück bleibt man im nächsten Jahr von dieser Mannschaft verschont. Wenn es der HC nicht schafft, eine dritte Mannschaft in der BOL zu halten, sollten sie das akzeptieren, anstatt solch eine Frechheit zu veranstalten."

HSG-Tore: Schießl 7, Held 7/3, Kiener 5, J. Strejc 3, Schanderl 2, Gsödl 1, Spiller 1

Wenn es der HC nicht schafft, eine dritte Mannschaft in der BOL zu halten, sollten sie das akzeptieren, anstatt solch eine Frechheit zu veranstalten.HSG-Trainer Daniel Kessler
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