11.05.2017 - 20:10 Uhr
SchwarzenfeldSport

Neuer Trainer Söllner gleich mit heikler Mission Showdown für die HSG-Damen in Schwabach

Woche für Woche hatten die Handballdamen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld zuletzt ein Endspiel. Am Sonntag steht das "absolute Endspiel" auf dem Programm, der letzte Saison-Akt. Siegen sie, ist der Klassenerhalt in der Landesliga Nord ganz sicher.

Halt! Hier geblieben! Eine Regensburger Spielerin will HSG-Akteurin Nathalie Fleischmann stoppen. Am Sonntag steht für die Handballerinnen das entscheidende Spiel auf dem Programm. Die Chancen auf den Klassenerhalt für die HSG Nabburg/Schwarzenfeld stehen dabei gar nicht so schlecht. Bild: mhs
von Josef Maier Kontakt Profil

Nabburg/Schwarzenfeld. (mr/söt) Karl Söllner, das Nabburger Handball-Urgestein, war ja eigentlich erst für die kommende Saison als neuer Trainer eingeplant, aber seit zwei Wochen gibt er schon mit die Kommandos bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld und wird auch am Sonntag im letzten Saisonspiel die Mannschaft coachen: "Das ist natürlich eine ganz schwierige Aufgabe", sagt er vor dem Auftritt der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Sonntag (14 Uhr) bei der SG Schwabach/Roth.

Die liegt auf den zweiten Platz, kann aber den Meiser SG Mintraching/Neutraubling nicht mehr abfangen. Die Schwabacherinnen haben aber die Relegationsspiele zur Bayernliga sicher. Und dieser Fakt könnte auch ein Vorteil für die HSG sein: "Vielleicht schonen sie ja einige ihrer Spielerinnen für die Relegation", mutmaßt Söllner. Zudem spielt die SG keine souveräne Rückrunde, schenkte einige Punkte her und hat die Sicherheit der Vorrunde irgendwo liegengelassen.

Söllner traut aber auch seinen Damen etwas zu. Das Team habe sich in den letzten Wochen stabilisiert. "Die Aktionen sind sicherer, die Pässe auch." Der neue Trainer hofft, dass die Relegation unter allen Umständen vermieden werden kann. "Dann müssten wir nochmal zwei Wochen dranhängen." Eventuell bedeutet auch eine Niederlage den sicheren Platz zehn, wenn der Elfte HSV Bergtheim II beim ESV Regensburg II nicht gewinnt (alle Eventualitäten im Infokasten).

Der 54-Jährige, der lange Jahre für den TV Nabburg und den TSV Schwandorf auch in der Landesliga spielte, denkt schon an kommende Saison. "Es wäre nicht gut, wenn wir jetzt wegen der Relegation noch zwei Wochen dranhängen müssten." Er hat nämlich einen klaren Plan im Kopf: "Nach einer Pause wollen wir ab Mitte Juni eine ordentliche Vorbereitung machen."

In den vergangenen Jahren hatte sich Söllner aus dem Handballgeschäft etwas zurückgezogen. Jetzt freut er sich auf die Traineraufgabe, wenngleich er weiß, dass "schwere Zeiten" bei den HSG-Damen anstehen: Ramona Völkl-Simbeck, Anna Kovarikova und Torfrau Theresa Weiherer werden enorm fehlen. "Das ist natürlich ein großer Schnitt im Team. Da wird sich personell einiges tun müssen", sagt Söllner. Aus dem eigenen Jugendbereich könne man diese Abgänge nicht auffangen. Das ist aber alles noch Zukunftsmusik. Erst einmal gilt es, am Sonntag die Klasse zu sichern. Es wäre ein Happy End, das so vor einigen Wochen noch nicht abzusehen war.

Die Ausgangsposition der HSG-Damen

Auf Rang zehn liegen die Handballerinnen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld in der Landesliga Nordost vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag. Dann gastiert das Team beim Tabellenzweiten SG Schwabach/Roth. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt perfekt, selbst bei einer Niederlage kann es reichen, wenn der HSV Bergtheim beim ESV Regensburg verliert oder nur unentschieden spielt. Bei Punktgleichheit hätte die HSG nämlich den direkten Vergleich gegen Bergtheim II gewonnen (42:24/26:32). Ein Relegationsspiel wird es auf alle Fälle nicht geben. Da Bayernliga-Absteiger SG Garitz/Nüdlingen sein Startrecht in der Landesliga Nord nicht wahrnimmt. Deshalb wird ein Platz in den Landesligen frei.

Es ist sogar möglich, dass der Nord-Elfte auch über ein Relegationsspiel die Chance bekommt, die Klasse zu halten. Da müsse man aber die Entwicklung in den höheren Ligen abwarten, sagte Spielleiterin Sabine Schreiner-Marr am Donnerstag. (mr)

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