Schwarzenfeld und Ettmannsdorf trennen sich 1:1
Leerlauf bis zur 86. Minute

Der Schwarzenfelder Torwart klärt hier vor dem Ettmannsdorfer Erkan Kara (blau), aber insgesamt waren in der Partie, die 1:1 endete, Torszenen Mangelware. Bild: ham
Sport
Schwarzenfeld
20.08.2017
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Das Unentschieden war keine Überraschung. Denn der 1. FC Schwarzenfeld und der SC Ettmannsdorf teilten in den vergangenen Spielen immer die Punkte.

Die Partie endete zwar 1:1, am Ende aber fehlten dem heimischen Aufsteiger Schwarzenfeld nur wenige Minuten zum ersten Dreier. Jaroslav Filinger hatte in der 86. Minute das 1:0 erzielt, dann bekamen die Gäste in der 89. Minute einen Handelfmeter zugesprochen, den Ludwig Hofer zum insgesamt gerechten 1:1 verwandelte. Negativer Höhepunkt in einer emotionalen Schlussphase war die Rote Karte für Erkan Kara nach einer vermeintliche Tätlichkeit in einer unübersichtlichen Situation.

"Es ist sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben, den Vorsprung über die verbleibenden Minuten zu bringen", sagte der Schwarzenfelder Trainer Wolfgang Stier. Deutlich war in der ersten Halbzeit die Zurückhaltung zu erkennen. Keine der Mannschaften riskierte zu viel. Klare Torchancen waren deshalb selten. Zehn Minuten vor der Pause musste Thorsten Baier die SCE-Elf umstellen, weil Philipp Peter verletzungsbedingt ausschied.

Die zweite Halbzeit verlief ähnlich, wobei sich der 1. FC Schwarzenfeld dort mutiger präsentierte und auch dafür belohnt wurde. Dem Führungstreffer von Filinger war ein schöner Angriff auf der linken Seite über Tomas Glazer vorausgegangen, der von der Grundlinie den Ball in den Strafraum passte. Ettmannsdorf konnte zunächst abwehren, doch am Sechzehnmeterraum stand der Offensivmann völlig frei und traf per Flachschuss. Bemerkenswert war, dass die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl waren, nachdem Philipp Fischer in der 82. Minute Gelb-Rot gesehen hatte. Eine der vielen diskussionswürdigen Entscheidungen des Unparteiischen. In dieser Schlussviertelstunde wirkte der Neuling wesentlich präsenter und entschlossener als der SC Ettmannsdorf, der während der gesamten Spielzeit verunsichert auftrat, sich immer wieder in Einzelaktionen verzettelte und kein Risiko einging. Offensichtlich war eine Punkteteilung bereits im Vorfeld des Derbys das Ziel der Gäste.

Erst nach dem Rückstand wachte die Baierlein-Elf auf, sie wollte in den letzten Minuten noch zum Ausgleich gelangen. Weil Schwarzenfeld weiter mitspielte, anstatt hinten dicht zu machen und die Bälle wegzuschlagen, fiel noch der Ausgleich. Es lief die 89. Minute, als nach einem Gästeangriff ein Schwarzenfelder Akteur den Ball mit der Hand gespielt haben soll. Der Schiedsrichter erkannte nach einem kurzen Zögern auf Elfmeter, den Ludwig Hofer zum 1:1 verwandelte.

Bei diesem Resultat blieb es, wobei beide Trainer alles andere als zufrieden wirkten. Auch Ettmannsdorf hatte sich mehr erhofft, doch um den Tabellenletzten besiegen zu können, wäre eine andere Leistung nötig gewesen. Insgesamt war es eine Begegnung auf niedrigem Niveau, jedoch vor einer großen Zuschauerkulisse.

1. FC Schwarzenfeld: Hofmann, Zirngibl, Messmann, Griebl, Binder, Ferstl (80. Schlagenhaufer), Glazer, Krachunov, Fischer, Filinger, Felix Peter

SC Ettmannsdorf: Ebner, Maximilian Schreyer, Kara, Tausendpfund, Philipp Peter (36. Koc), Vollath, Fischer (46. Rothut), Hofer, Schmidt, Nimsch, Kramer (65. Kiendl)

Tore: 1:0 (86.) Jaroslav Filinger, 1:1 (89./Handelfmeter) Ludwig Hofer - SR: Stefan Dorfner (Falkenfels) - Zuschauer: 500 - Gelb-Rot: (82) Philipp Fischer (Schwarzenfeld) wegen wiederholtem Foulspiel - Rot: (90.) Erkan Kara (Ettmannsdorf) Tätlichkeit
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