26.02.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzenfeld

Trotz des Siegs gegen den TV Erlangen-Bruck HSG-Damen stehen sich oft selbst im Weg

Es war kein schönes Spiel, was die Handballdamen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld zu Hause gegen den TV Erlangen-Bruck ihren Zuschauern boten. Dennoch gewannen sie mit 20:18 und festigten sich somit auf dem dritten Tabellenplatz.

Carina Czichon (rechts) war wieder treffsicher bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Bild: ham
von Tanja SöllnerProfil

Dass der Gegner schwer zu bespielen ist, wusste man, und so haderten die HSG-Damen anfangs mit der Spielweise der Franken. Erst nach knapp drei Minuten gelang den Gastgeberinnen der erste Treffer. Herausragend war Lisa Pröls mit gleich zwei gehaltenen Siebenmetern in den ersten Spielminuten. Sie verhinderte, dass sich die Gäste früh absetzen konnten. Bereits nach zehn Spielminuten musste Trainer Karl Söllner eine Auszeit nehmen, da seine Mannschaft zu unsicher agierte. Zahlreiche Fehlwürfe und eine Reihe von technischen Fehlern ließ die Gäste immer mehr glänzen. Nach 20 Spielminuten lag die HSG verdient mit 5:8 im Hintertreffen, und es schien, als ob sie das Spiel aus der Hand geben würden. Die Defensive schaffte es nicht, die nicht überragenden Erlangerinnen in ihrem Spielfluss zu behindern. Doch das noch größere Manko an diesem Tag war die Offensive. Obwohl man genügend Gelegenheiten hatte, wurden diese oft vergeben. So kam es, dass der TV Erlangen zur Halbzeit mit 12:8 in Führung ging.

"Die erste Spielhälfte haben wir den Gegner durch nicht verwandelte Torchanchen und desolater Abwehr stark gemacht. Wir haben uns vollkommen unter Wert verkauft", kritisierte HSG-Trainer Karl Söllner.

Die Halbzeitansprache fruchtete aber augenscheinlich bei den Oberpfälzerinnen. Man kam mit mehr Elan und Motivation aus der Kabine. Mit vier Toren in Folge konnte die HSG den Vorsprung egalisieren und zum 12:12 ausgleichen. Das gewohnte Tempospiel lief in der zweiten Hälfte wieder besser, was der Schlüssel zum Erfolg der HSG-Damen wurde. Ein ständiger Führungswechsel war die Folge, bei dem sich bis zur 45. Spielminute keine Mannschaft absetzten konnte. Am Ende konnte die HSG aber durch schnelle Kontertore das Spiel doch noch an sich reißen. Die Gastgeberinnen gewannen die wenig ansehnliche Partie mit 20:18.

"Durch das Abstellen der eigenen Fehler in der Abwehr und den einigermaßen verwandelten Torchanchen in Halbzeit zwei haben wir uns wieder gefangen", sagte Trainer Söllner. "Es wäre ein Unding gewesen gegen eine nicht überragende Erlanger Mannschaft zu verlieren. Wir hadern so sehr mit uns selber, was mir einfach unbegreiflich ist."

Es wäre ein Unding gewesen gegen eine nicht überragende Erlanger Mannschaft zu verlieren.HSG-Trainer Karl Söllner
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