19.04.2016 - 17:30 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

1. Bayerisch-böhmisches Kreiskonzert begeistert Premiere, die nach Zugaben ruft

Der Saal war voll, das Publikum forderte Zugaben und Kreisvorsitzender Joseph Ferstl strahlte. Die Premiere des 1. Bayerisch-böhmischen Kreiskonzerts begeisterte aber auch die rund 120 Musikanten selbst.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Schon früh strömten die Blasmusikfreunde am Sonntagabend in den Saal des Restaurants "Miesberg". Dionys Böckl, Vorsitzender der Musikkapelle Schwarzenfeld, hatte zusammen mit dem Kreisverband des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) die Organisation übernommen.

Vom Süden bis Osten

Kreisvorsitzender Joseph Ferstl begrüßte die Blasmusikfreunde und Ehrengäste, darunter auch die Bürgermeister Manfred Rodde (Schwarzenfeld) und Manfred Dirscherl (Weiding). Ferstl lobte die Aktion der vier Blaskapellen, gemeinsam eine CD aufzunehmen. Schirmherr Landrat Thomas Ebeling ließ die Grüße durch Stellvertreter Arnold Kimmerl übermitteln. "Unsere Blaskapellen sind das musikalische Herzstück des Landkreises", sagte Kimmerl und der stellvertretende NBMB-Bezirksvorsitzende, Peter Gaschler meinte: "Musik spielt man nicht gegeneinander, sondern miteinander, so wie ihr es heute macht!"

Und nun waren die vier Blaskapellen aus dem Süden, der Mitte und dem Osten des Landkreises an der Reihe. Den ersten Teil bestritten abwechselnd die Musikkapelle Schwarzenfeld und die Blaskapelle Weiding und eröffneten gemeinsam mit dem Marsch "Mein Heimatland". Es folgte das Stück "1000 Jahre Schwarzenfeld", welches Dirigent Josef Lobenhofer für das Festjahr 2015 komponiert hatte und zwar mit Festfanfare, Marsch, Zwiefachen und dem Volkslied "Mia san in Schwarzenfeld dahoum", wozu das gutaufgelegte Publikum gesanglich einstimmte.

Die Moderation übernahm Philipp Korb und machte Lust auf das traditionelle Stück "Das Steigerlied" und den "Otto-Zilch-Marsch". Der Dirigent der Blaskapelle Weiding, Josef Schneider, lockerte den Abend mit einigen Witzen auf. Beim Marsch "Abel Tasman" überließ er den Taktstock Sohn Michael und nachdem Vorsitzender Florian Scherbl den Klangkörper vorgestellt hatte, folgten "Auf der Pfingstwiese" (Dirigent: Andreas Königsberger) und die "Bodensee-Polka". "Bei der CD gibt es keine Zugabe, heute haben Sie die Chance darauf", sagte Kreisdirigent Anton Lottner. Das Publikum wollte und so gab es das "Egerländer Lied" von der Musikkapelle Schwarzenfeld und die Polka "Auf der Vogelwiese" von der Blaskapelle Weiding zu hören.

"In Harmonie vereint"

Nach der Pause gehörte die Bühne der Blaskapelle Teunz und der Neukirchner Blasmusik, die sogleich unter der Leitung von Gerald Bink mit dem "Neukirchner Jubiläumsmarsch" startete und den "Neukirchner Boarischen", den "Finker-Zwiefachen" und "Späte Liebe" hören ließ. Auch der Dirigent der Teunzer Blaskapelle, Stefan Karl, wartete mit einem selbst komponierten Stück auf. "Meine Oberpfalz" gefiel dem Publikum sichtlich, dass sich auch über den kräftigen Männergesang freute. Die Teunzer spielten die "Josefi-Polka" und "Böhmische Träume" und als Zugabe "Vám pratelé" (Für unsere Freunde). Die Neukirchner legten "Kameraden für immer" nach.

Zum fulminanten Finale spielten die 120 Musiker den Marsch "In Harmonie" vereint und als Zugabe den Marschklassiker "Erzherzog Albrecht". Mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied klang der unterhaltsame Blasmusikabend aus. Die Idee, jedes Jahr ein bayerisch-böhmisches Kreiskonzert zu veranstalten, hat gute Chancen!

CD-Kauf

Die CD "1000 Takte Blasmusik" (15 Euro) gibt es bei den vier Blaskapellen zu erwerben. Übrigens: Ein tolles Geschenk auch zum Vater- oder Muttertag! (ptr)

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