25.08.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Am Set von "Snapshotfilm" Den Dreh seit 30 Jahren raus

Ein Monat Arbeit für einen fünfminütigen Imagefilm. Michael Geyer, Inhaber der Videoproduktionsfirma "Snapshotfilm", nimmt seinen Auftrag ernst: Vier Wochen zwischen Nahaufnahmen und Computer-Animationen.

Michael Geyer (stehend, Dritter von links) und sein Team planen die Nahaufnahme vom Reifen. Bilder: Götz (3)
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Lehrfilme für Schulen, die Dokumentation "Der Todesmarsch von Flossenbürg", in der Zeitzeugen zu Wort kommen, oder eben Aufträge von Unternehmen. Michael Geyers Arbeit erstreckt sich über viele Bereiche. An einem sonnigen Donnerstagnachmittag im Juli filmt er am Gelände des Sportparks Schwarzenfeld. Es ist einer von drei angedachten Drehtagen. Continental Regensburg hat ihn beauftragt, einen fünfminütigen Imagefilm zu drehen.

Es geht um technische Raffinessen, die in einem Auto verbaut werden können. Etwa wenn sich mit Hilfe biometrischer Gesichtserkennung oder Fingerprint der Kofferraum oder die Türe öffnet. Der Clou: Eine Automarke darf dabei nicht erkennbar sein. Hintergrund ist der, dass der Automobilzulieferer sich nicht mit einer bestimmten Automarke in Verbindung bringen will. Für den Dreh hat sich die Videoproduktionsfirma einen Volvo geliehen. "Der wird durch ein komplett digitales Auto ersetzt", erklärt Geyer. Deshalb, und weil sich viele Animationen im Imagefilm wiederfinden, geschieht der Großteil der Arbeit am Computer. Von den angesetzten vier Wochen bis zur Fertigstellung sind nur drei Tage für Aufnahmen in Schwarzenfeld und Regensburg geplant.

Der Videobeitrag ist in eine Geschichte eingebunden. Ein Vater holt seine Tochter vom Fußballtraining ab - deshalb auch der Dreh am Sportpark. Die Szenen sind bereits im Voraus detailliert vorbereitet worden. In einem Drehplan sind alle Einstellungen und Szenen festgehalten. Geyer steht dabei meist selbst hinter der Kamera. An diesem Donnerstagnachmittag gibt Geyer die Anweisung: "Ein Close-Up, wo das Ventil vom Reifen abgezogen wird." Ein Umbau am Set folgt. Helfer polieren die Felge, bis sie glänzt. Ein paar Minuten später folgt eine weitere Nahaufnahme. Ein Schauspieler wischt für eine Szene über sein Smartphone und fragt: "Darf man das Samsung sehen?" Geyer erklärt, dass der Markenname wegretuschiert werden müsse. Im Imagefilm werden nur wenige Sekunden von der Einstellung zu sehen sein. Dahinter stecken aber ein ganzes Team und etliche Stunden Arbeit.

"Snapshotfilm"

Seit 30 Jahren gibt es "Snapshotfilm" bereits. Gegründet wurde das Unternehmen 1987 in der Oberpfalz. Mittlerweile ist es an drei Standorten vertreten: Schwarzenfeld, Nürnberg und München. Das anfängliche Zweier-Team hat sich zu einer erfolgreichen Film- und Fernsehproduktionsfirma weiterentwickelt. Besonders durch ihre Kompetenz in Sachen Animation hebt sich die Firma sehr von der Konkurrenz ab. (paje)

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