07.08.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Feiern in Pretzabruck: Traumwetter zur Fischkirwa

Den ersten Sonntag im August haben sich nicht nur die Dorfbewohner im Kalender dick angestrichen. Denn weit über die Grenzen des Landkreises hinaus ist die Pretzabrucker Fischkirwa inzwischen bekannt, die bei Traumwetter stattfand.

Zünftige musikalische Unterhaltung war mit den "Zammgwürfelten" unter schattigen Bäumen geboten. Blasmusik, Essen und Getränke - beides frisch - was will man mehr? Bilder: mab (3)
von Redaktion OnetzProfil

-Pretzabruck. Dabei hat der Ursprung dieser Dorfkirwa mit der jetzigen Namensgebung, dem Fisch also, gar nichts zu tun. Als Gocklkirwa beim Gasthaus Beer hatte dieses Traditionsereignis schon zu früherer Zeit dörflichen Festcharakter. "Da standen die Biertische und -bänke um den Misthaufen herum", erzählt der Schwarzenfelder Sepp Norgauer.

Schließlich gehörte diese Kirwa, sowie die vielen anderen Feste rund um Schwarzenfeld, zu den "Pflichtveranstaltungen" von Arbeitern und Bauern, aber auch Geschäftsleuten. Sepp Norgauer muss es wissen, denn musikalisch gehörte er zusammen mit seinem Musikantenspezl Ottl Zilch zur gerngesehenen und vor allem gern gehörten Kirwamuse im kleinen Pretzabruck.

Alte G'schichten

"Ungefähr fünfundzwanzig Mark war die Gage, die meist von honorigen Bauern und Geschäftsleuten beim 'Aussespüiln' spendiert wurde", berichtet der Musikant, der von den großen Zeiten der Tanz- und Unterhaltungskapellen Zinkl und Norgauer erzählt. Gedauert hat die Kirwa zwei Tage, nämlich am Sonntag und Montag, wobei am Montag vor allem die "Grouskopferten" für eine gehörige Zeche beim Beer sorgten, weiß Sepp Norgauer zu berichten und ergänzt noch so manche heitere Anekdote, zur Freude des Berichterstatters.

Mit Aufgabe des Wirtshauses war es auch vorbei mit der Gocklkirwa und Mitte der neunziger Jahre erinnerten sich der damalige Feuerwehrvorsitzende Hans Schießl und Kommandant Franz Braun an die frühere Tradition mit festem Datum am ersten Augustsonntag. Aus dem Gockl wurde ein Fisch und erfunden war die Pretzabrucker Fischkirwa, die seit über zwanzig Jahren mit zunehmender Beliebtheit und wachsendem Erfolg hunderte Gäste anzieht. Der Fischfang in der Schwarzach, wie zu alten Zeiten, reicht bei weitem nicht mehr aus, die Nachfrage bei den zahlreichen Radlfahrern und fischbegeisterten Besuchern zu stillen.

130 Helfer im Einsatz

Trotz professioneller Großküche und einer Schankanlage mit Oktoberfestniveau wurde auch diesmal wieder, wie all die Jahre zuvor, Wert auf optimale Qualität und besten Service gelegt. Garanten für diesen Anspruch waren über 130 Helferinnen und Helfer, die neben den Mittagsgerichten, am Nachmittag mit über sechzig Kuchen und vierhundert Küchln für das Wohl der Kirwagäste sorgten. Sogar eine eigene Backstube wurde eingerichtet, um ofenfrische Ware anbieten zu können.

"Zammgwürfelte" spielen

Erfrischend und einladend zugleich lautet das Motto der Dorfkirwa für die Gäste in Pretzabruck: "Das Essen kommt nicht vom Band, sondern von Herz und Hand." Das erste Mal dabei und gleich zu einem Renner in Sachen Unterhaltung wurde die Blasmusikformation "D'Zammgwürfelten," die zünftige Biergartenlaune erzeugten.

Dass zu einem Festtag auch ein Gottesdienst gehört, versteht sich von selbst. Der Buchtalchor unter Leitung von Erwin Oppelt gestaltete die Messe, die von Pfarrvikar Josef Kokkoth zelebriert wurde.

Bewältigt werden konnte auch in diesem Jahr der hungrige und durstige Besucheransturm nur mit Zutun einer aktiven Dorf- und Vereinsgemeinschaft sowie vielen freiwilligen Helfern, betonten dankbar Feuerwehrvorsitzender Alexander Fick und die gute Seele der Fischkirwa, Sepp Obendorfer. Vorzumerken gilt es für die Zukunft den ersten Sonntag im August, denn da geht's wieder auf, zur Fischkirwa 2018.

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