13.10.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Hegegemeinschaftsversammlung Die richtige Saujagd

Wildschweine zu bejagen ist eine Herausforderung. Dabei kommt es schon auf die Zusammensetzung der Meute an.

Uwe Deeg, Vorsitzender der Hegegemeinschaft, dankte Gundolf Streit (links) mit einem Präsent. Nach 22 Jahren steht er als Hornmeister der Jagdhorn-Bläsergruppe nicht mehr zur Verfügung. Bild: ksi
von Siegmund KochherrProfil

Die Jagdhorn- Bläsergruppe Schwarzenfeld unter Leitung von Hornmeister Gundolf Streit gab zur Eröffnung der Versammlung Jagdsignale im Restaurant Miesberg zum Besten. Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft Uwe Deeg berichtete, dass die Gemeinschaft zur Zeit 144 Personen zähle. Die jagdbare Grundstücksfläche werde durch Ausweisung von Baugebieten in den Gemeinden weniger und beträgt zirka 110 000 Hektar und erstreckt sich über 16 Gemeinden und drei Eigenjagdreviere.

Besucht wurde laut Deeg die Sitzung Kreisgruppe. Eine Vielzahl von Einladungen örtlicher Vereine stand ebenso auf der Tagesordnung wie auch freilaufende Wölfe. Die "Afrikanische Schweinepest" beschäftigt die Jägern, denn für diese Krankheit sei kein Impfstoff vorhanden. Die Jäger sind deshalb gehalten, auffälligen Beobachtungen sofort zu melden. Die unzähligen Termine seien meisterlich absolviert worden. Er verdiene große Anerkennung und Respekt. Deeg überreicht ein Präsent.

Herbert Friebeck berichtete über das Thema "Zusammenstellung und Einsatz einer Oberpfälzer Saumeute auf Drückjagd". In Gruppen eingeteilt gehen Hunde von verschiedenen Rassen, von Ausdauer und Schnelligkeit welche sich besonders eignen auf Saujagd. Rauhaardackel, Jagdterrier, Russellterrier aber auch Deutscher Wachtel und Kleiner Münsterländer seien hierfür besonders gut. Die Ausbildung dieser besonderen Jagdhunde übernehmen erfahrene Hundeführer an Schwarzwildgattern. Auf die Zusammenstellung einer Hundemeute für die Schwarzwildjagd sei besonders achten. Die Borstenträger sollen zuverlässig gefunden und ihr Rottenverband durch ausreichenden Druck gesprengt werden, erläuterte Friebeck. Die Hundetruppe dürfe niemals einseitig aufgebaut sein, sondern die Leistung durch die Vielschichtigkeit der eingesetzten Hunderassen und deren Charaktere seien entscheidend. Eine Meute, die zum Beispiel nur aus weitjagenden Findern bestehe, funktioniere genauso wenig, wie die Meute die nur in kurzer Entfernung arbeite. Die Mais-Jagd ist dem Referenten zufolge effektiver, weil auf kleinerer Fläche erlegt werden könne. Der Elektrozaun halte oftmals Sauen vom Rückzug ab.

Auf Eigenschutz achten

Hier empfehle sich eine gut organisierte Bewegungsjagd, die mehr Erfolgsaussicht verspreche, weiß Fiebeck zu berichten. Es bestehen aber dadurch auch Risiken und Probleme, wenn Sauen in Bedrängnis geraten, aggressiv werden und dadurch Hunde verletzt werden können. Hierbei sei eine Versicherung für Jagdhunde sinnvoll. Um Risiken und Gefahren abzuwenden, seien zum Eigenschutz ein Schutzhelm, GPS-Sender, Schutzjacke sowie eine Kurzwaffe und die blanke Waffe mit zuführen.

Eine Herbst- oder Waldjagd sei mit weniger Aufwand zu betreiben. Diese soll langfristig geplant werden. Hunde litten besonders durch Kälte und Unterkühlung. Der Jäger trage Verantwortung für jeden abgegebenen Schuss. Deeg bat abschließend Jungjäger zu werben und gab noch bekannt, dass die Ortsgruppe die Hubertusmesse der Kreisgruppe am 3. November ab 18 Uhr in der Miesbergkirche ausrichtet. Auch die Bläsergruppen der Kreisgruppe sind zu hören. Deeg überreichte ein Präsent an Fiebeck.

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