29.05.2017 - 20:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Lehrbienenheim feiert Jubiläum Wichtige Funktion der Bienen

Einen kleinen, aber feinen Rahmen wählte der Verein der Freunde und Förderer des Lehrbienenheims Schwarzenfeld für die Feier des 30-jährigen Bestehens. Seit der Gründung hat er sich den "Naturschutz und die Landschaftspflege" in seine Satzung geschrieben.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Freunde und Förderer des Lehrbienenheims Schwarzenfeld wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Unsere Aufnahme zeigt von links Zweiten Bürgermeister Peter Neumeier, Landratstellvertreter Arnold Kimmerl, Johann Bierler, Gustav Kohler, Vorsitzenden Hermann Bronold, dessen Stellvertreter Karl-Heinz Dausch und Paul Baumann. Bild: bnr
von Richard BraunProfil

(bnr) Bei herrlichem Sonnenschein konnte Vorsitzender Hermann Bronold neben den Mitgliedern auch Stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl und Zweiten Bürgermeister Peter Neumeier willkommen heißen. In seiner Ansprache verwies der Vorsitzende auf die Gründung des Vereins vor drei Jahrzehnten, die eigentlich dem Umstand geschuldet war, die Anerkennung der Gemeinnützigkeit vom Finanzamt für den Imkerverein und das Lehrbienenhaus zu erhalten.

Soweit die nüchterne, amtliche Grundlage. Die praktische Arbeit sieht aber anders aus. Hier geht es um die Daueraufgabe der Aus- und Fortbildung der Imker und die Information der Öffentlichkeit. Diese Lobbyarbeit erfordert von den Bienenfreunden viel Fleiß, Organisationstalent und praktische Erfahrung. Dem Lehrbienenheim wurde im Laufe der Zeit noch das Imkereimuseum und der Bienengarten mit 15 Völkern angegliedert.

Besonders hervorgetan

Beim Aufbau der Anlage haben sich besonders Jakob Butz und Johann Singer hervorgetan, die mit der Ehrenurkunde des Vereins ausgezeichnet wurden. Der Imkereiverein Schwarzenfeld selbst besteht bereits seit 1879. Ihm gehören 135 Imker an, davon sind 127 Mitglieder auch dem Förderverein beigetreten.

Den Festvortrag anlässlich des Jubiläums hielt Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, der selbst ein erfahrener Imker ist. Für ihn ist es besonders wichtig, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die zentrale, wichtige Bedeutung der Bienen zu wecken. Luftverschmutzung und der Klimawandel haben zu einem drastischen Sterben der Honigbiene geführt. "Erst durch die schmerzlichen Verluste wurde vielen die Bedeutung der Bienen für Mensch und Natur bewusst", erinnerte Kimmerl an die Gefahren, die auch heute noch bestehen. 80 Prozent der Nahrungs- und Futterpflanzen werden von den Insekten bestäubt. Den wirtschaftlichen Wert daraus haben Experten allein für Europa auf fünf Milliarden Euro errechnet. Die weitreichenden Veränderungen in der Landwirtschaft haben zu grünen Wiesen ohne Blütenangebot für Bienen und andere Insekten geführt. "Der Mensch hat sich mit seiner realitätsfremden und rationellen Denkweise von der Natur entfernt", so Arnold Kimmerl.

Die Biene hat eine Schlüsselposition in der Natur für den Artenschutz und die Artenvielfalt. "Die Biene ist zum Bioindikator für die Qualität und den Zustand unserer Natur geworden." Dieses Problembewusstsein hat einige umweltbewusste Menschen bewogen, mit der Imkerei neu anzufangen. Auch im Landkreis Schwandorf sind neue Jungimker herangewachsen und in den Schulen haben sich einige Imkereigruppen gebildet. Erinnert sei hier an die Imkerpatenschaften.

Der Honig ist als gesundes Nahrungsmittel und natürlicher Süßstoff wieder in das Bewusstsein der Verbraucher gerückt. In diese Kerbe schlug auch Zweiter Bürgermeister Peter Neumeier in seinen Grußworten. Er erinnerte an den großen Bildungsauftrag, den die Imker haben. Das Lehrbienenheim Schwarzenfeld genießt bei allen Fachleuten ein hohes Ansehen. Im Besucherbuch stehen Adressen von Russland bis Amerika. Besonders bei Kindergärten und Schulen steht oft ein Besuch bei den Imkern im Stundenplan.

Geehrt für Treue

Die sehr positive Entwicklung des Lehrbienenheims ist ein Verdienst von seinem Vorsitzenden Hermann Bronold, der seit der Gründung an der Spitze steht. Unterstützung fand er bei den langjährigen Mitstreitern, die seit 30 Jahren zum Förderverein stehen. Für ihre 30-jährige Treue wurden Paul Baumann, Johann Bierler, Oswald Hain, Engelbert Hausler, Gustav Kohler, Hans Liebl und Gunther Huhnholz mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Zum Abschluss der kleinen Feier stand noch eine Kräuterführung auf der Tagesordnung. Kräuterpädagogin Jeannette Ring aus Oberviechtach zeigte bei dem Rundgang die vielen Möglichkeiten der Nutzung der heimischen Wildkräuter.

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