27.09.2017 - 16:32 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Pater Martin Bialas besucht emeritierten Papst Benedikt XVI. "Grüßen Sie Schwarzenfeld"

"Ein großes Erlebnis", versichert Pater Martin, wenn er zurückdenkt an seinen Besuch im Vatikan. Der Höhepunkt dabei: eine gemeinsame Messe mit dem emeritierten Papst Benedikt, einem alten Bekannten des Klostermannes vom Miesberg.

Nach einer gemeinsam zelebrierten Messe kamen Pater Martin Bialas und der emeritierte Papst Benedikt XVI. noch zum Frühstücken zusammen. Die beiden Männer verbindet eine jahrzehntelange Bekanntschaft, die in Regensburg geknüpft wurde. Bild: exb
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Pater Martin Bialas, zwischenzeitlich 77 Jahre alt und erst von einer schweren Erkrankung genesen, schlug Ende August den gutgemeinten Rat seiner Klosterbrüder in den Wind, sich doch nicht die Strapazen einer Romfahrt anzutun. Aber für den Passionisten war zu Hause bleiben keine Option, sind doch seine Passion die Tage im Kreise gleichgesinnter Intellektueller, die als "Schülerkreis Ratzinger" einmal im Jahr mit dem großen Theologen, Bischof, Kardinal, Papst und Papst em. Zeit verbringen möchten.

Die als Tagungen angelegten Zusammenkünfte, früher gerne im päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo, sahen Benedikt immer als eifrigen Diskutanten. Dem diesjährigen Konferenzthema "Theologie des Martyriums" bliebt er aber fern; nicht, weil es ihn nicht interessiert hätte, aber seine Gebrechlichkeit hielt ihn ab.

Der 90-Jährige sei "vom Alter gezeichnet, geht nur noch mit Hilfe eines Rollators", berichtete Pater Martin. Aber ansonsten sei der frühere Papst gesund und geistig vital. So begab sich also heuer der Berg zum Propheten. Das heißt, eine ausgewählte Gruppe aus dem "Schülerkreis" machte Benedikt in dessen Altersruhesitz im Kloster "Mater Ecclesiae" die Aufwartung, das in den vatikanischen Gärten liegt. Dort gab es einen kleinen Empfang, der, dem Zustand des Gastgebers geschuldet, nicht allzu lange dauerte. Natürlich war Pater Martin dabei.

Noch mehr aber freute den Schwarzenfelder, als ihn Benedikt als einzigen einlud, gemeinsam die Morgenmesse zu feiern und dann miteinander zu frühstücken. "So wie wir das früher in Regensburg getan haben", sagte der Pater schmunzelnd. Benedikt, der auch oft in Schwarzenfeld war ("zehn Mal in 27 Jahren, einmal hat er auch in unserem Kloster übernachtet") trug dem Pater am Ende etwas auf: "Grüßen Sie Schwarzenfeld von mir!" 

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