29.03.2017 - 08:00 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Reaktion auf Artikel „Idyll mit Schattenseiten“ Angler betonen ihre Rolle als „Heger“

In dem Artikel "Idyll mit Schattenseiten" vom 18. März entsteht nach Ansicht des Schwarzenfelder Sportanglervereins "der Eindruck, als wären es die Sportangler, welche für den Unrat und die Abfälle an den Ufern der Naab verantwortlich wären". Christian Seeber, der Schriftführer des Sportanglervereins, meint dazu in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der Redaktion, es lasse sich "sicher nicht leugnen, dass beim Angeln Schwimmer oder Drillingshaken an im Wasser befindlichen Wurzeln und überhängen Ästen hängen bleiben, welche dann mit Hochwasser ans Ufer gespült werden können".

Die vermeintliche Idylle am Ufer der Naab südlich von Schwarzenfeld wird an vielen Stellen von Unrat, Anglerzubehör und auch Tierfallen getrübt. Bild: Dobler
von Externer BeitragProfil

"Dies sind aber sicherlich die Ausnahmen, da eigentlich jeder Angler sorgfältig mit seinem Angelzubehör umgeht und im Verein auch ausdrücklich jährlich die Mitglieder darauf hingewiesen werden, keine Eingriffe in der Natur vorzunehmen und insbesondere darauf zu achten, die Angelplätze sauber zu halten", versichert Seeber. Der Angler sei derjenige, der sich das ganze Jahr in der Natur aufhalte. "Er wird sich daher diesen Lebensraum nicht durch Müllablagerungen selbst verunstalten."

Zu den Hegeaufgaben der Sportangler gehört es jedes Jahr, vor Beginn der Brutsaison der Vögel und vor Beginn der Angelsaison eine Uferreinigung durchzuführen. Bei dieser Aktion werden Sachen aufgesammelt, die durch Hochwasser angespült wurden. Entsorgt wird aber auch Abfall und Unrat, der durch fremde Personen (teilweise bewusst) abgelagert wird. "Diese Arbeiten führen die Sportangler aus, um eben die Ufer der Flüsse, Bäche und Seen in ihrer natürlichen Reinheit zu erhalten", versichert der Schriftführer.

Seeber meint: "Man möge sich vor Augen halten, dass die Gewässer und Uferbereiche von verschiedensten Interessengruppen genutzt werden und den Focus nicht nur auf die Sportangler richten, welche - im Gegenteil - in jährlichen Aktionen zur Sauberhaltung der Ufer beitragen. Insoweit darf auf den Artikel im Neuen Tag vom 24. März ("Wer suchet, der findet: Müll") verwiesen werden."

Auslöser dieser Stellungnahme der Sportangler ist eine Klage eines Hundebesitzers, der gerne in der Au südlich von Schwarzenfeld spazieren geht. Der Mann hatte sich über den allgemeinen Unrat dort beschwert, aber auch auf Hinterlassenschaften hingewiesen, die von Anglern zu stammen scheinen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.