31.08.2017 - 16:38 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Religiöses unter Glas

Das Jahr 2000 war die Geburtsstunde einer alljährlich wiederkehrenden Sonderausstellung zur Schwarzenfelder Kirchweih. Das ehemalige Mesnerehepaar Luise und Franz Schieder setzte eine außergewöhnliche Idee um.

Die Skulptur stammt aus der Alten Pfarrkirche. Sie stellt den heiligen Bruder Konrad - den Pförtner von Altötting - dar.
von Herbert RohrwildProfil

Das Ehepaar Schieder machte sakrale Objekte im Turm der Alten Pfarrkirche der Öffentlichkeit zugänglich. Die aktuelle Präsentation thematisiert "Religiöses unter Glas" zum 200. Geburtstag des heiligen Bruder Konrad. Durch den Altarraum der Dionysiuskirche in der Schlossstraße betritt der Besucher das "Museum im Turm der Alten Pfarrkirche", und sein Blick fällt auf ein Schriftstück mit Lebensstationen zu Bruder Konrad Birndorfer. "Geboren 1818 als 11. Kind der Bauerseheleute Bartholomäus und Gertraud Birndorfer auf dem Venushof in Parzham, Pfarrei Weng, Diözese Passau", so beginnt der Werdegang. Im zweiten Ausstellungsraum rückt eine fast lebensgroße Skulptur des Kapuziners im braunen Habit mit dem Rosenkranz am Cingulum und dem Kreuz als weiteres Attribut ins Blickfeld. Die Figur hatte einst einen Platz in der Alten Pfarrkirche. Übersichtlich angeordnet können die Betrachter hinter mehreren Glasvitrinen alte Andenken, Heiligenbildchen und Devotionalien rund um die Wallfahrt zum Bruder Konrad bewundern.

Auch Geschenke

Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich religiösen, besonders schützenswerten Gegenständen häuslicher Verehrung. Glasstürze als abdeckende Hauben geben den filigran gestalteten, kostbaren Wachsarbeiten einen besonderen Schutz. Die meisten Preziosen stammen aus dem Fundus des Turmmuseums oder sind Geschenke von Personen aus Schwarzenfeld oder der Umgebung. Das ehemalige Mesnerehepaar hat für die heurige Präsentation erneut viel Herzblut eingesetzt.

Öffnungszeiten

Die Sonderausstellung 2017 kann an folgenden Tagen besichtigt werden: Am Samstag, 2. September, von 15 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, 3. September, von 10 bis 17 Uhr. Am 10. September - Tag des offenen Denkmals - ist ein Besuch von 14 bis 17 sowie am 8. Oktober von 10 bis 17 Uhr möglich. An jedem ersten Sonntag im Monat von April bis August ist das Museum von 15 bis 17 Uhr geöffnet; Eintritt frei. Infos und Anfragen zwecks Besichtigung außerhalb der angegebenen Zeiten unter Telefon 09 435 /9826 oder 3167.

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