Rorate in der Dionysuskirche mit den Stullner Sänger
Die Bergmannszeit lebt wieder auf

Innig und eindrucksvoll gestalteten (von links) die Stullner Sänger das Bergmann-Rorate in der Dionysius -Kirche. Bild: ohr
Vermischtes
Schwarzenfeld
16.12.2016
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Schwarzenfeld/Stulln. Stets ein beeindruckendes Erlebnis ist das traditionelle Bergmann-Rorate am Montag nach dem dritten Adventssonntag in der Dionysiuskirche in Schwarzenfeld, gestaltet von den Stullner Sängern mit bergmännischem und adventlichem Liedgut. Die barocke "Alte Pfarrkirche" in der Schlossstraße bietet das passende Ambiente.

Nur Kerzenlicht

Im Bergkittel zogen die beiden Knappenvereine Stulln/Schwarzenfeld und Marienschacht Wölsendorf in das nur mit Kerzenlicht erhellte, bis zum letzten Platz besetzte Kirchenschiff ein. Die Fahnenabordnungen positionierten sich im Altarraum des sakralen Schmuckstückes. Zur Eröffnung erklang "Hab Erbarmen güt'ger Vater" aus der Bleiberger Knappenmesse von Erwin Lackner - und friedliche Stille breitete sich aus.

"Sterne als Himmelszeichen ziehen den Blick des Menschen nach oben und bewahren die Sehnsucht", sagte Pfarrvikar Joseph Kokkoth in seinen Begrüßungsworten. Unter der Leitung von Rektor a. D. Heinz Prokisch stimmte die Gesangsgruppe zum Kyrie "In Nacht und Dunkel lag die Erd" an und brachte innig und andächtig zum Ausdruck, dass Gott die Finsternis durchbricht und einen Retter schickt.

Zur Gabenbereitung intonierten die Musiker "Aus einer schönen Rose", zum Sanctus "Heilig, heilig, Herr, sind deine Taten" (Knappenmesse), zum Agnus Dei "Im Dunkel lag die ganze Welt" (aus der Christkindlmess von Morgenschweis/Eichenseer), zur Kommunion "Ach wann kommen jene Stunden" und als Dankgesang "Herr Gott, wir danken dir" (Knappenmesse).

Anerkennender Applaus

Als Höhepunkt führte das Schlusslied "Der Bergmann im schwarzen Gewand" das mühselige Rackern in der Grube und den harten Erwerb für das tägliche Brot vor Augen und ließ durch das Graben nach Schätzen wie Gold und Kohle die Bedeutung für die Gesellschaft erkennen. Der Refrain "Wenn tief in der Grube der Bergmann nicht wär .." prägte sich in die Herzen der Besucher ein. Der Geistliche bedankte sich bei den Stullnern Sänger für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und lang anhaltender, kräftiger Applaus setzte als Anerkennung ein.
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