Thema „Pflege“ bei Veranstaltungsreihe „Bildung am Vormittag“ der KAB
Neue Sicht bei Begutachtung

Bei der Veranstaltungsreihe "Bildung am Vormittag" der KAB: Theres Luber, Christa Mösbauer, Alexandra Pirner und Günter Koller (von links). Bild: exb
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Schwarzenfeld
19.05.2017
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Der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat seine neue Veranstaltungsreihe "Bildung am Vormittag" fortgesetzt. KAB-Diözesansekretärin Christa Mösbauer und Theres Luber, die Vorsitzende des KAB-Sachausschusses Senioren, konnten dazu zahlreiche Interessierte in den Miesbergstuben in Schwarzenfeld begrüßen.

Den Auftakt machte als Referent Günter Koller, Leiter des Caritasverbandes Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach, unter dem Motto "Ob Stufen oder Grade - wichtig ist welche Pflege ich habe". Koller zeigte die Entwicklung der Pflegeversicherung auf. Die Pflegeversicherung im privaten und caritativen Bereich wurde per Gesetzesbeschluss am 1. April 1995 eingeführt.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz, das 2016 und Teile davon 2017 in Kraft traten, hat sich ein Paradigmenwechsel herauskristallisiert. Ist vorher bei der Begutachtung Bedürftiger auf das geschaut worden, was sie nicht mehr können, steht jetzt bei der Begutachtung das "Können" des Einzelnen im Fokus.

Die zweite Referentin, Alexandra Pirner, Pflegeberaterin der Caritas Amberg und Amberg-Sulzbach, berichtete über Neugradung in die fünf Pflegegrade. Dabei wird geschaut, wie viel Zeit für die einzelnen Pflegetätigkeiten benötigt wird. Beurteilt wird nach Selbsttätigkeit, Mobilität, Selbstversorgung. Begutachtung, und wie weit der zu Pflegende selbstständig sein kann. Danach wird er von der Pflegestufe in die Pflegegrade eingestuft.

Dritte Referentin im Bunde war Christa Mösbauer, KAB-Diözesansekretärin und Versichertenberaterin der Deutschen Rentenversicherung. Ihr Thema war Pflegeleistung und die Rentenversicherung. Mit dem neuen Flexi-Rentengesetz hat sich auf für Pflegende einiges verändert. Neu ist, dass Menschen, die pflegen und bereits in Rente sind, auf Antrag Rentenanteile erhalten und noch nachträglich ihre Rente aufbessern können. Neu ist auch, dass die Pflegeversicherung Beiträge an die Arbeitslosenversicherung entrichtet. Ab Pflegestufe 2 gibt es zum Pflegegeld auch Rentenanteile von der Pflegeversicherung. Zum Beispiel: Wenn ein Jahr Pflegeleistung in der Pflegestufe 2 geleistet wird, dann gibt das in der Rente 7,91 Euro pro Monat. In der anspruchsvollsten Pflegestufe 5 macht das nach einem Pflegejahr 29,30 Euro mehr Rente im Monat.
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