Tierärztin Yvonne Friedl aus Wackersdorf spricht bei der Versammlung der Hegegemeinschaft ...
Jäger als Ersthelfer bei ihren verletzten Jagdhunden

Dr. Yvonne Friedl (links) erhielt für ihren Vortrag ein kleines Geschenk von Hegegemeinschaftsleiter Uwe Deeg (rechts), Peter Graf und Gerhard Peter wurden geehrt. Bild: ksi
Vermischtes
Schwarzenfeld
15.04.2018
32
0

Was kann man tun, wenn sich während der Jagd der begleitende Hund verletzt? Meist ist kein Tierarzt zur Stelle, der helfen kann. Also liegt es am Jäger selbst, tiermedizinisch tätig zu werden. Wie das geht, darüber informierte Dr. Yvonne Friedl bei der Versammlung der Hegegemeinschaft Schwarzenfeld.

Mitglieder geehrt

Geehrt wurden bei der Zusammenkunft mit Urkunde und Hegenadel Gerhard Peter, Erwin Maunz und Harald Zwack. Die Ehrung für die 25-jährige Zugehörigkeit zum Bayerischen Jagdverband erhielt Peter Graf, 40 Jahre sind Alfons Meier und Heinz Scherl dabei, ein halbes Jahrhundert ist Hannes Müller beim Jagdverband.

Hegegemeinschaftsleiter Uwe Deeg gab einen kurzen Überblick über das letzte Jahr. Ein besonderes Ereignis war die Hubertusmesse in der Miesbergkirche sowie die Landkreismeisterschaft im Schießen. Wie früher auch wurde an die dritten und vierten Klasse der Schulen Schwarzenfeld und Dürnsricht Wildkalender mit Jagdmotiven überreicht.

Eingeladen war Tierärztin Yvonne Friedl aus Wackersdorf. Sie sprach vor den Jägern über das Thema "Erste Hilfe bei Jagdhunden". Bedenklich ist zum Beispiel Atemstillstand. Atmet der Hund nicht mehr, wird er sofort mit der Mund-zu-Nase-Technik beatmet. Vorher muss jedoch die Fanghöhle von Schmutz, Speichel oder Erbrochenem befreit werden, um die Atemwege frei zu räumen. Beim Beatmen wird der Fang mit der Hand zugehalten und in die Nase des Tieres langsam ausgeatmet. Dabei sollte sich der Brustkorb heben und anschließend wieder senken. Die Beatmung erfolgt zehn bis 20 Mal pro Minute. Vorsicht: Nicht zu stark und zu schnell Luft einblasen, sonst können Lungenbläschen zerstört werden.

Auch kleinere Risse und Schürfwunden sind ernst zu nehmen. Werden sie nicht gereinigt und versorgt, können diese sich entzünden und so die Gesundheit des Hundes nachhaltig schwächen. Kleinste Schmutzpartikel sind zu entfernen. Mitgeführtes frisches Trinkwasser kann dabei ein wichtiger Helfer sein. Nach dem Reinigen wird Desinfektionsmittel auf die Wunde gegeben.

Kleinere Verletzungen heilen am besten "an der Luft", müssen dementsprechend aber auch regelmäßig gesäubert und desinfiziert werden. Größere Wunden sollten mit einer Kompresse oder einer in Lagen gelegten Mullbinde abgedeckt werden, um zu verhindern dass erneut Schmutz in die Wunde kommt. Darauf gehören Watte und eine Lage Mull, bevor der eigentliche Verband angelegt wird.

Bei Laufverletzungen sind die Pfoten gut zu polstern, zunächst die Wunde zu reinigen und zu desinfizieren. Bei größeren Blutungen sollte ein Druckverband angebracht werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.