Unterstützung auf dem letzten Weg - Ein Thema für das BBV-Bildungswerk
Pallicura hilft Schwerstkranken

BBV-Kreisobmann Josef Irlbacher (links) dankte Dr. Alexander Ried (rechts) für seinen interessanten Vortrag, der die Palliativmedizin zum Thema hatte. Bild: bnr
Vermischtes
Schwarzenfeld
04.04.2018
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Dreiviertel aller sterbenskranken, unheilbaren Patienten wünschen sich ein Ende ihrer Tage in den eigenen vier Wänden. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eröffnet einen Weg, wie dieser letzte Wunsch erfüllt werden kann. In seiner Informationsreihe befasste sich das BBV-Bildungswerk dieses Mal mit dem Thema "Palliativmedizin - ärztliche und pflegerische Betreuung von schwerstkranken Patienten". Bauernverband-Kreisobmann Josef Irlbacher konnte dazu den Allgemeinmediziner Dr. Alexander Ried aus Oberviechtach in der Gaststätte auf dem Miesberg willkommen heißen.

Dr. Alexander Ried ist seit fünf Jahren als Palliativarzt Mitglied im Pallicura-Team des Landkreises Schwandorf. Pallicura stellt den sterbenskranken, unheilbaren Patienten in den Mittelpunkt der Palliativmedizin mit dem Ziel, die Schmerzen des Patienten und andere Krankheitssymptome zu lindern und gleichzeitig den Kranken und seine Angehörigen in seelischer, sozialer und religiös-spiritueller Hinsicht zu betreuen. Im Landkreis Schwandorf gibt es keine Palliativstation, in der Palliativpatienten stationär versorgt werden können. Die nächsten Stationen sind in Neustadt, Amberg oder Regensburg. Umso größer ist die Aufgabe von Pallicura, die Schmerzen. Übelkeit und Ängste dieser sterbenden Menschen zu lindern und die Lebensqualität in den letzten Stunden zu erhöhen.

Dr. Ried machte in seinen Ausführungen deutlich, dass die Palliativmedizin keine Sterbehilfe ist, und auch die Betreuung der Patienten bei den Pflegediensten bleibt. "Über allem steht der Wunsch des Patienten", so der Mediziner. Eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht sind dabei wertvolle Hilfen, um auch die Rechtssicherheit zu gewährleisten. Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung haben alle Erwachsene, wenn sie an einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung leiden, durch die ihre Lebenserwartung begrenzt ist, und sie eine besonders aufwendige Versorgung benötigen. Nach einem Antrag bei der gesetzlichen Krankenkasse werden diese Leistungen in der Regel übernommen.
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