Wanderung auf den Dachsberg
Auf der Spur der flinken Flieger

Bei der Wanderung auf den Dachsberg bei Asbach im Zuge der Europäischen Fledermausnacht erfuhren die 36 Teilnehmer Interessantes über die kleinen nachtaktiven Jäger. Bilder: ksi (2)
Vermischtes
Schwarzenfeld
28.08.2017
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Sie fliegen mit den Händen, sehen mit den Ohren und beim Schlafen hängen sie mit dem Kopf nach unten: Fledermäuse sind faszinierende Tiere mit unglaublichen Fähigkeiten. Bei einer Exkursion zur Europäischen Fledermausnacht machten sich die Teilnehmer auf den Weg auf den Dachsberg.

Diplom-Biologin Brigitte Schütze aus Maxhütte- Haidhof erklärte den 36 Teilnehmern in spannender Weise Körperbau und Lebensweise dieser Flugtiere. Werner Schuler aus Niedermurach berichtete, dass bei der Kontrolle im Juli diesen Jahres in 15 Kästen 189 Fledermäuse zu sichten waren. Die Tiere nutzen im Lauf eines Jahres verschiedene Lebensräume. Als Jagdreviere bevorzugen sie naturnahe Landschaften. Als Sommerquartiere dienen warme und trockene Plätze in Dachstühlen, unter Holzverkleidungen, in Mauerspalten oder Baumhöhlen. Die Wintermonate verschlafen sie in Höhlen, Kellern oder Stollen.

Am Dachsberg bei Asbach beobachteten die Teilnehmer an der Wanderung dann den "Schichtwechsel": Auf die Mauersegler folgen die Abendsegler, wenn sich die Vögel zurückziehen und die nachtaktiven Flieger beginnen, ihre Runden ziehen. Die langen, schmalen und spitzen Flügel der Fledermäuse sind darauf abgestimmt, schnell zu fliegen. Wer am Freitag den Abendhimmel betrachtete, konnte den "Schichtwechsel" erkennen: Kaum hatten die Mauersegler mit zunehmender Dunkelheit das Jagen der Insekten eingestellt, erwachten die Fledermäuse aus ihrer Tageslethargie. Sie können mit dem Mauersegler leicht verwechselt werden. Die Fledermäuse "rufen" mit langen niederfrequenten Ultraschallrufen nach Beute. Diese "Rufe" haben eine große Reichweite. Jedes wiederkehrende Echo ist gewöhnlich ein potenzielles Beuteinsekt.

Fledermäuse gibt es seit etwa 50 Millionen Jahren. Sie sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. In den vergangenen 50 Jahren wurden sie jedoch beinahe ausgerottet. Weltweit gibt es etwa 1200 Fledermaustierarten. Die meisten Fledermausarten ernähren sich mit Insekten, die sie teilweise im Flug erbeuten.

Brigitte Schütze bat die Teilnehmer außerdem, sich an das Landratsamt zu wenden, sollte jemand eine Fledermaus finden. Dort werden die weiteren Schritte veranlasst. Außerdem werden noch Betreuer für diese Flugtiere gesucht. Derzeit gibt es gerade noch zwölf im gesamten Landkreis - Tendenz rückläufig.
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