Leerstand, ein Problem auch in Schwarzenfeld
Leere Schaufenster

Künftig stehen drei Geschäfte nebeneinander in der Hauptstraße leer. Das Drogeriehaus Schadeck (links) schließt nach fast 70 Jahren, die Heilpraktikerpraxis von Christoph Schadeck bleibt aber erhalten. Bild: mab
Wirtschaft
Schwarzenfeld
12.01.2018
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Auch die Marktgemeinde ist nicht dagegen gefeit. Geschäfte stehen leer, Fassaden altern - aber nicht in Würde. Man darf gespannt sein, was der Marktrat nächste Woche zu dem Thema zu sagen hat.

Leerstand ist in vielen Kommunen zwischenzeitlich traurige Wahrheit. Auch der Markt Schwarzenfeld gehört zu den Orten, an denen diese Entwicklung nicht spurlos vorbei geht. Ganz aktuell steht wieder ein Traditionsgeschäft vor der Schließung.

In seiner Sitzung am kommenden Mittwoch befasst sich auch der Marktrat auf Antrag der Fraktion der "Freien" mit diesem leidigen Thema. Leere Schaufenster im Ortskern und an der Hauptstraße sind inzwischen keine Seltenheit mehr und prägen in unschöner Weise das Zentrum Schwarzenfelds. Erst im Dezember des vergangenen Jahres schloss das Sport- und Schreibwarengeschäft Scherer-Werner seine Türen und folgte damit dem Gastronomiebetrieb im Gebäude der ehemaligen Sparkasse. Nun wird im kommenden Monat an der Türe eines weiteren bekannten Fachgeschäftes der Hinweis "Geschlossen" zu lesen sein. Das Drogeriehaus Schadeck schließt nach fast 70 Jahren und beginnt am kommenden Montag mit seinem Ausverkauf.

Günther Schadeck hatte zusammen mit seiner Frau Thekla, geb. Zwick aus Schwandorf, das "Meidinger-Haus" im Jahre 1949 erworben und die Drogerie zu einem gefragten Reformhaus ausgebaut. Ein vielfältiges Angebot mit einer breiten Produktpalette von Farben, Fotoausrüstung, Haushalts- und Pflegeprodukten sowie natürlich Kosmetikartikeln stand den Kunden zur Verfügung. Umfangreiches Wissen, gepaart mit kompetenter Beratung, gehörte stets zum selbstverständlichen Dienst am Kunden. Anfang der 80er Jahre übernahm Sohn Christoph mit seiner Frau Martina, beide ausgebildete Drogisten, das Geschäft. Marktveränderungen mit Discountern und Großmärkten machten eine Umorientierung hin zu trendigem Reformhaus mit Bio-Naturkost erforderlich. Mit der Eröffnung einer Heilpraktikerpraxis durch Christoph Schadeck stand ein zusätzliches gesundheitliches Angebot zur Verfügung. Diese Praxis ist von der Schließung nicht betroffen.

"Die Zeiten sind schwieriger geworden, die Laufkunden weniger, und Supermärkte mit umfangreichen Sortimenten haben zu dieser, für Stammkunden und jahrzehntelange Angestellte leidvollen Situation geführt", begründete Martina Schadeck die Entscheidung schweren Herzens.
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