Freie Wähler debattieren über Aufstellung bei Kommunalwahl - Gute Zusammenarbeit im Marktrat
Noch uneinig über Marschroute

Lokales
Schwarzhofen
23.04.2013
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Bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler warf die Kommunalwahl 2014 erste Schatten voraus. Die Debatte, ob der Ortsverband wieder mit einem eigenen Vorschlag oder in einer gemeinsamen Liste mit CSU und SPD antritt, endete ohne konkretes Ergebnis.

Den "harten Kern" der aktuell 41 Mitglieder konnte Vorsitzender Edmund Sukale zur Versammlung begrüßen. Marktrat und Zweiter Bürgermeister Franz Bauer rückte die Situation in der Gemeinde in den Blickpunkt und beleuchtete die Arbeit im Ratsgremium. Auch im Namen der weiteren Räte Edeltraud Stockerl und Herbert Gulz stellte er fest, dass meistens gut zusammengearbeitet werde, es aber öfters auch Reibungspunkte gebe. Heuer stehe die Erneuerung des maroden Kanalnetzes in der Hauptstraße an. Die Anlieger würden dabei nicht zur Kasse gebeten, obwohl es keine Zuschüsse gebe. Die Kosten werden über die Gebühren erhoben, wie auch bei vorherigen Maßnahmen in anderen Ortsteilen. Bauer berichtete von steigenden Kosten für den Kindergarten, zudem bringe die Schaffung von Krippenplätzen neue Belastungen mit sich.

Einfluss geschmälert

Im Rückblick erinnerte Schriftführerin Antonia Zach an das Bratheringessen am Aschermittwoch und die vorweihnachtliche Feier. Vorsitzende Edmund Sukale stellte fest, dass es bei den Freien Wählern nun drei Ebenen gebe und der ursprüngliche Gedanke - frei vom Parteiensystem - mittlerweile etwas verwässert wurde. So musste für den Einzug als Fraktion in den Landtag ein Landesverband gebildet werden, der praktisch als Partei auftritt. Für die geplante Kandidatur zur Bundestagswahl wurde ein Bundesverband gegründet, als Vorsitzender fungiert der bayerische Vorsitzende Hubert Aiwanger. Der aus dem Hut gezauberte Spitzenkandidat Stephan Werhahn sei aber mittlerweile zur CDU abgewandert.
Sukale sah den Einfluss der Ortsverbände durch diese Aufgliederung geschmälert. Jedes Mitglied könne nun zwischen den verschiedenen Ebenen wählen, unterschiedliche Mitgliedschaften seien möglich. Vielfältig seien die Themen für den anstehenden Wahlkampf, nannte er unter anderem Bildungs-, Agrar- oder Europapolitik. Hier ergab sich eine Diskussion über diverse Punkte.

Kommunalwahl im Blick

Einen intensiven Meinungsaustausch gab es bei der Frage nach der Zukunft der Freien Wähler bei den nächsten Wahlen zum Marktgemeinderat. Die Mitglieder diskutieren, ob wieder eine gemeinsame (2010 erfolgreiche) Liste mit CSU und SPD gebildet oder versucht werden soll, einen eigenen Vorschlag aufzustellen.

Zukünftig hoffte Edmund Sukale, wieder mehr Aktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit entwickeln zu können. Die Planung der Versammlungen solle viele Belange berücksichtigen. Er versprach, offen zu sein sowie auf die Bürger zuzugehen und bat um gemeinsame Arbeit.
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