07.01.2011 - 00:00 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Geglückte Premiere der Theaterfreunde - "Bayerische Prohibition" noch vier Mal zu sehen Brenzliges um Selbstgebrannten

Prohibition, das heißt Verbot der Herstellung, des Vertriebes und des Genusses von Schnaps. Eine schreckliche Vorstellung, die auf der Bühne in Schwarzhofen Wirklichkeit wird. Die Theaterfreunde legten im Pfarrheim eine perfekte Premiere der "Bayerischen Prohibition" hin. Die Komödie von Peter Landstorfer wird noch vier Mal aufgeführt.

von Helga ProbstProfil

"So a guads Tröpferl is scho wos Feins", schwärmte der Brandlwirt an seiner Brennstelle und probierte den klaren Schnaps immer wieder. Günter Ruhland und seine Wirtin Julia Grund beherrschten das Geschehen auf der Bühne, denn der Brandltag stand bevor und alle brachten Äpfel zum Brennen.

Der Mesner (Peter Schmid) und der Bader (Lothar Thumann) blieben dann gleich auf eine frisch gezapfte Maß in der Gaststube, bis sie von Pfarrköchin Alexandra Fröhlich aufgescheucht wurden. Stefanie Ruhland begeisterte das Publikum als Grabermoidl mit ihrer natürlichen, sehr textsicheren und erfrischenden Art. Das ergänzte Martin Ruider, der ihren Vater den Totengräber spielte, zu einem lustigen Gespann. Vorsitzender Christian Schubert war in seiner Rolle als Postbote immer sehr akkurat und die zwei Nachwuchstalente Magdalena Fröhlich und Daniela Gräßl meisterten ihre kleinen Auftritte meisterhaft. Sie alle halfen zusammen, als Kontrolleur Rainer Meidhof kam und den ganzen Schnaps beschlagnahmen wollte.
Da blieben brenzlige Situationen nicht aus und mit aller List versuchten die Schnapsbrenner ihr Elixier zu retten. Doch mit dem gestrengen "Defraudator" Meidhof war nicht zu spaßen. Wer am Ende die Oberhand gewinnt, bleibt spannend bis zum Schluss und die Auflösung sollte sich niemand entgehen lassen.

"Die gute alte Zeit" haben die Theaterfreunde Schwarzhofen wieder gelungen in Bühnenbild und Ausstattung eingefangen und Monika Ruider sorgte für die adäquate Maske. Sie führte zusammen mit Christian Schubert die Regie. Die Herren über die Technik waren Gerhard Würl und Dr. Franz Süß. Die zwei Proben pro Woche seit Anfang Oktober haben sich ausgezahlt und fruchteten jetzt mit bester Unterhaltung und tollen Einlagen. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt, zumal der Brandlwirt sein frisch angezapftes Bühnenfass an die Zuschauer verkaufte.

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