05.11.2004 - 00:00 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Rastmöglichkeit in Uckersdorf - Infos über Bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg Zwischenstopp am Radler-Bahnhof

Alte Bahnhöfe versprühen einen gewissen Charme. Auch wenn die Gleise längst verschwunden sind und der Warteraum mit Spinnweben überzogen ist, üben diese historischen Gebäude auf viele Leute eine Anziehungskraft aus. Das Holzhäuschen in Uckersdorf, das früher die Haltestelle für Schwarzhofen war, ist ein Relikt aus dieser Zeit.

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Da auf der ehemaligen Trasse der Bahnstrecke zwischen Nabburg und Neunburg vorm Wald mittlerweile der Bayerisch-böhmische Freundschaftsweg verläuft, bietet sich der alte Schwarzhofener Bahnhof geradezu für touristische Zwecke an. Bürgermeister Maximilian Beer, Monika Forster vom Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald und Projektmanager Christian Meyer vom Landratsamt Schwandorf trafen sich am Dienstagnachmittag vor Ort, um die genaue Nutzung zu definieren.

Zu dieser Runde gesellten sich Antonia Zach, Vorsitzende des Tourismusvereins Schwarzhofen, "Trassenchef" Martin Ruider, Radexperte Gerhard Würl, Josef Sorgenfrei, Markträtin Edeltraud Stockerl, Altbürgermeister Josef Scheck und Markus Fischer, dessen Wirtschaft nur einen Katzensprung vom Bahnhof entfernt liegt.

"Das Gebäude ist noch relativ gut in Schuss", freute sich der Bürgermeister. Auch rundherum habe sich dank Markus Fischer viel getan. "Vor ein paar Jahren sah's hier noch bös' aus." Die Fischers haben sogar ein neues Schwarzhofen-Schild angebracht, da das Original geklaut worden ist. Mit geringem Aufwand lässt sich aus dem Areal ein Rast- und Infopunkt für die Radfahrer machen. Ein kleines Vordach könnte als Unterstellmöglichkeit für die Fahrräder dienen. Innen und außen sollen Holzbänke und -tische aufgestellt werden, die es Selbstversorgern ermöglichen, problemlos Brotzeit zu machen.

Wer einkehren will, findet hier Hinweise auf die umliegenden Gaststätten wie Fischer und Kreuzwirt (Uckersdorf) oder das Gasthaus Kellermann in Zangenstein. Wetterfeste Tafeln zeigen den Streckenverlauf des Bayerisch-bömischen Freundschaftsweges auf und informieren über die Anschlussmöglichkeiten an den Schwarzachtal-Radweg. Gedacht ist auch an Prospektständer.

Der Bahnhof in Uckersdorf ist nicht nur eine ideale Raststelle, sondern ein optimaler Einstiegspunkt in den Weg. Direkt vor dem Gebäude gibt es jede Menge Parkplätze. Ein Schild mit der Aufschrift "Wanderparkplatz" soll vorne an der Staatsstraße aufgestellt werden. Zur Saisoneröffnung im nächsten Jahr ist eine kleine Einweihungsfeier geplant.

Für den Schwarzachtal-Radweg zeichnet sich dagegen eine "flache Lösung" ab. Um nicht den mühsamen Berg zwischen Zangenstein und Schönau bewältigen zu müssen, solle die Trasse von Girnitz auf der Schwarzach-Seite entlang laufen. Falls alle Grundstückseigentümer mitspielen, wäre die Direktion für Ländliche Entwicklung bereit die Vorhaben mit 80 Prozent zu bezuschussen.

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