18.02.2014 - 00:00 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Theaterfreunde Schwarzhofen mit neuem Stück zurück im Rampenlicht - Noch drei Mal zu sehen Beifall für "Lenz, wo bleibst denn?"

Das Schicksal eines Grenzgängers zwischen den Welten bringen die Theaterfreunde mit einem lustig-besinnlichen Dreiakter auf die Bühne. Das Stück "Lenz, wo bleibst denn?" hatte am Wochenende Premiere und fand im Pfarrsaal den Beifall des versammelten Publikums.

Unsichtbar für alle verfolgt Lenz (Peter Schmid, links) nach seinem Ableben die Geschehnisse in seiner Familie. Mit ihrem neuen Stück "Lenz, wo bleibst denn?", haben die Theaterfreunde eine heiter-nachdenkliches Handlung auf die Bühne gebracht. Bilder: mad (2)
von Adolf MandlProfil

"Lenz, wo bleibst denn?" Diese Frage ertönte des öfteren bei der Aufführung des gleichnamigen, von Ulla Kling verfassten Stücks. Dieser Ruf galt dem Bauern Lenz Stinglmoser, dargestellt von Peter Schmid. Gerufen wurde er so häufig von seiner Frau Theres (Gisela Ackermann). Mit ihr führt er mit der gemeinsamen Tochter Hanni (Julia Grund) ein zwar nicht sorgenloses, aber zufriedenes Leben.

Zerstrittene Brüder

Leider ist das Verhältnis von Lenz zu seinem reichen Bruder Ambros (Martin Ruider) seit der Kindheit gestört. Jedoch ist keiner der beiden gewillt, alte Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und einen ersten Schritt zur Versöhnung zu machen. Als Ambros nach langer Zeit wieder einmal vorbeikommt und Lenz ein Angebot für "eine saure Wies'" unterbreitet, wittert der sofort wieder Ungemach. Da bricht unversehens das Unglück über den Hof herein, als Lenz schwer mit dem Traktor verunglückt.

Im Himmel ist aber noch kein Platz für ihn frei und so hängt Lenz auf halbem Weg zwischen den Welten fest. Unsichtbar für jedermann nimmt er Anteil an den Geschehnissen in seiner Familie und hält schützend die Hand über sie. Dabei begreift er Dinge, zu denen er vorher keinen Zugang hatte und versucht, in rührend-komischer Weise und vor allem mit noch sehr "menschlichen" Reaktionen einzugreifen, wofür ihn eine "höhere Stimme" immer wieder tadelt. So muss Lenz erfahren, dass der Freund von Hanni (Christopher Heinrich) alles andere als der junge Mann ist, als der er sich ausgibt. Als seine Schwester Amalia (Sabine Zimmermann) neben Ambros auch noch auftaucht, ist die "gierige Bagage" komplett. Gerade Amalia wird sehr glaubwürdig und mit Rötzer Dialekt als Erbschleicherin dargestellt. Wie schon an anderen Stellen gab es gerade hier immer wieder Szenenapplaus.

Verdienter Applaus

Erst als der Beamte Mathias Erdinger (Günther Ruhland) auftaucht und ein faires Angebot des Landratsamtes für die "saure Wies'" abgibt, wendet sich für Theres das Blatt zum Guten, zumindest finanziell. Nun legt auch Ambros vor Theres eine "Lebensbeichte" ab und erlangt damit seinen "Seelenfrieden". Nach einem überraschenden Schluss konnten sich die Akteure über ihren verdienten Applaus freuen. Dieser galt auch den Regisseuren Melanie Heinrich und Dr. Franz Süß, Monika Ruider für die Maske und Reinhard Ruider für die Technik. Vor der Aufführung hatte Dr. Süß als Vorsitzender der Theaterfreunde alle Besucher im Pfarrsaal begrüßt. Sein besonderer Gruß galt den drei stärksten Gruppen, dem "Stopslclub" und der KLB aus Schwarzhofen sowie der Laienspielgruppe Neukirchen-Balbini.

Weitere Aufführungen gibt's am kommenden Wochenende, 21. bis 23. Februar, Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils um 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder bis 14 Jahren. Kartenvorverkauf und Gutscheine in "Angelikas Laden" am Marktplatz, Reservierung täglich bis 18 Uhr unter Telefon 0152/52662520.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.