CSU-Ortsverband feiert 70. Geburtstag mit Barbara Stamm
Landtagspräsidentin gratuliert

Langjährige CSU-Mitglieder sind beim Fest zum 70-jährigen Bestehen des Ortsverbandes geehrt worden. Die Auszeichnungen überreichten Landtagspräsidentin Barbara Stamm (Siebte von links), Sozialministerin Emilia Müller (Vierte von rechts), MdL Alexander Flierl (Fünfter von rechts), Ortsvorsitzender Maximilian Beer (rechts) und weitere CSU-Repräsentanten. Bilder: mad (3)
Politik
Schwarzhofen
11.09.2017
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Barbara Stamm freute sich über die bunten Blumen, die Kinder und Erzieherinnen des Schwarzachtal-Kindergartens überreichten.

Mit einem imposanten Sommerfest feierte der CSU-Ortsverband seinen 70. Geburtstag. Als Ehrengast war die zweithöchste Repräsentantin des Freistaats nach Schwarzhofen gekommen.

Zum Empfang von Landtagspräsidentin Barbara Stamm wartete die Neunburger Stadtkapelle mit einem Standkonzert auf dem Marktplatz auf. Der besondere Ehrengast hielt später die Festrede zum 70-jährigen Bestehen des CSU-Ortsverbandes. Die stellvertretende Parteivorsitzende, die als Landtagspräsidentin - nach dem Ministerpräsidenten - die zweithöchste Vertreterin des Freistaates ist, bedankte sich bei Dirigent Anton Lottner per Handschlag für den musikalischen Gruß.

Bürgermeister Maximilian Beer (zugleich CSU-Ortsvorsitzender), MdL Alexander Flierl (CSU-Kreisvorsitzender), Landrat Thomas Ebeling und weitere Mandatsträger hießen Barbara Stamm im Schwarzachtal willkommen. Die Buben und Mädchen aus dem Schwarzachtal-Kindergarten bildeten ein Spalier für die Politikerin und überreichten ihr bunte Blumen.

Eintrag ins Goldene Buch

Beim anschließenden Empfang im Rathaus stellte Bürgermeister Maximilian Beer die Gemeinde vor und stellte das vielfältige gesellschaftliche Leben in Vereinen und Gruppierungen heraus. Barbara Stamm lobte diese regen Aktivitäten und bekräftigte, dass die Staatsregierung die ländlichen Regionen stärken wolle. Das durch Arbeitgeber und -nehmer erwirtschaftete Steuereinkommen müsse gezielt an die Kommunen zurückgegeben werden. Danach trug sich die Landtagspräsidentin ins Goldene Buch des Marktes ein.

Unter musikalischem Geleit der Stadtkapelle begab sich die Festgesellschaft zur Feier in die Schulaula. Im Cabrio von Marktgemeinderat Helmut Seebauer wurde Barbara Stamm dorthin chauffiert. Nach der Eröffnung durch Maximilian Beer ergriff MdL Alexander Flierl vor zahlreichen Gästen das Wort. Er würdigte das langjährige Engagement von Barbara Stamm und hob die Bedeutung der Bundestagswahl am 24. September hervor. Landrat Thomas Ebeling wünschte dem CSU-Ortsverband alles Gute für die Zukunft.

"Ich kommen als Freundin zu Freunden" stellte die Landtagspräsidentin eingangs ihrer Festrede heraus. Es sei eine absolute Seltenheit, dass ein Ortsverband sein 70-jähriges Bestehen feiern dürfe. Sie dankte jenen, die in der schwierigen Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg den Mut hatten, diesen Schritt zur Gründung zu tun und den Ortsverband über die Zeit hinweg prägten, dafür solle man stolz und dankbar sein.

"Mensch im Mittelpunkt"

Stamm betonte die Notwendigkeit Demokratie zu erhalten, plädierte für Weltoffenheit und betonte, dass der Mensch weiter im Mittelpunkt stehen müsse. Jeder müsse selbst aus seinem Leben etwas machen, je nach seinen Fähigkeiten. Sie stellte die Bedeutung der Bildungspolitik, der Wertekultur und des Betreuungsgeldes für junge Familien heraus. "Kinder brauchen Menschen an ihrer Seite, in der Familie und der Gesellschaft - auch in den Vereinen", plädierte sie. Der CSU als Volkspartei, die in Bayern seit 60 Jahren den Ministerpräsidenten stelle, müsse dafür sorgen, dass "alle mitkommen können". Es gelte, sich der Verantwortung in der sozialen Marktwirtschaft bewusst zu sein und den ländlichen Raum zu stärken. Ihre Ansprache beendete sie mit einem "Vergelt's Gott" an alle, die sich im Ortsverband engagieren. Reichlicher Beifall belohnte Barbara Stamm für ihre Rede.

Nachdem sich die Gäste am Büfett gestärkt hatten, sorgte der Auftritt der Volkstanzgruppe des Heimat- und Trachtenvereins für einen weiteren Glanzpunkt im Rahmenprogramm. Zum Abschluss bedankte sich Maximilian Beer bei Barbara Stamm für ihr Kommen mit Blumen und einem Geschenkkorb mit regionalen Produkten. Zum Finale erklangen die Bayern- und die Nationalhymne, intoniert von der Stadtkapelle, die von den Anwesenden mitgesungen wurden. (Im Blickpunkt)

Ehrungen10 Jahre: Marion Weiß; 15 Jahre: Alexander Fischer, Silvia Tischler; 20 Jahre: Albert Armer, Georg Bollinger, Maria Bollinger, Martina Ippisch, Thomas Lennert, Renate Schmidt, Hilde Süß; 30 Jahre: Maximilian Beer; 40 Jahre: Helmut Seebauer; 45 Jahre: Anton Schneeberger; 55 Jahre: Max Ippisch, Michael Ruhland. (mad)

Mit einem Jahr Verspätung gefeiert

Schwarzhofen. (mad) Vor den Ehrungen der langjährigen Mitglieder blickte Vorsitzender Maximilian Beer auf die Gründerzeit des CSU-Ortsverbandes, die damals unter schwierigen Verhältnissen zur Zeit der US-amerikanischen Besatzung erfolgt sei. "Motor" war der damalige Pfarrer Schlittenbauer, unterstützt von Brauereibesitzer Georg Bollinger und anderen aktiven Bürgern. Man erhoffte sich damals einen politischen Neuanfang. Wegen der Kriegsflüchtlinge war die Bevölkerungszahl damals stark gestiegen, was zu Engpässen in der Versorgung führte. Er dankte den damaligen und den folgenden Funktionären, besonders Michael Ruhland, der den Ortsverband 25 Jahre geführt hatte.

Beer verschwieg nicht, dass die Feier eigentlich schon im Vorjahr hätte stattfinden sollen, schließlich wurde der Ortsverband bereits im Frühjahr 1946 gegründet. "Wir haben aber gewartet, bis wir Barbara Stamm als Festrednerin bekommen haben", stellte er heraus. Beer erinnerte, dass auch zu den vergangenen beiden CSU-Jubiläen hochrangige Polit-Gäste nach Schwarzhofen kamen - so wurde der 50. Geburtstag mit der damaligen Ministerin Monika Hohlmeier gefeiert, zum 60-jährigen Bestehen in 2006 hatte der damalige CSU-Generalsekretär Markus Söder gratuliert. Der aktuelle Festabend wurde später um einen weiteren Gast bereichert: Zu den Ehrungen treuer Mitglieder war auch noch die bayerische Sozialministerin Emilia Müller gekommen.
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