20.09.2017 - 16:30 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Gemeinderat verabschiedet Planung und genehmigt Vereinbarung mit Straßenbauamt: Mit Ortsdurchfahrt auf Zielgeraden

Für den geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße sind die letzten Weichen gestellt. Einstimmig gab der Marktgemeinderat grünes Licht für die überarbeitete Planung. Auch die Aufgabenverteilung zwischen Gemeinde und Straßenbauamt ist festgezurrt.

Die Planungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße in Schwarzhofen sind auf die Zielgerade eingebogen. Schon im nächsten Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Als "ganz großen Schritt dahin, dass es tatsächlich was wird", wertete Bürgermeister Maximilian Beer die Beschlüsse des Gremiums. Nach einem "unendlich langen und mühsamen Weg" der Planung, biege das Projekt nun auf die Zielgerade ein. Er sei davon überzeugt, dass der Ausbau der Staatsstraße 2040 innerorts von Schwarzhofen zur "wesentlichen Verschönerung und Verbesserung" beitragen und dem Altort einen Schub nach vorne bringen werde.

Diplom-Ingenieur Fabian Biersack, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Weiß (Neunburg), erläuterte den Räten die überarbeitete Planung. Wie sich bereits in der Mai-Sitzung abzeichnete, wird auf der Ortsdurchfahrt weiter mit 50 km/h gefahren werden. Die Höhe der künftigen Bordsteine liege bei sieben Zentimetern und an Engstellen bei acht Zentimetern, bei den Querungshilfen am vorgesehenen Fahrbahnteiler werde - mit Blick auf die Barrierefreiheit - auf drei Zentimeter abgesenkt. In diesem Bereich habe man sich mit dem Straßenbauamt Amberg-Sulzbach auf eine Fahrbahnbreite von 3,85 Metern geeinigt.

Die Pflasterung der Fahrbahn sei wegen der künftigen Lärmentwicklung bei höherer Geschwindigkeit passé, diese werde nur bei den Einfahrten aus der Oberviechtacher Straße und Am Weinberg verwirklicht. Bürgermeister Maximilian Beer informierte außerdem, dass der Markt den früheren Garten der Familie Meier an der Nabburger Straße erworben habe, um hier fünf Kurzzeitparkplätze einzubauen.

Die erwarteten Gesamtkosten der Maßnahmen bezifferte der Planer auf 1,85 Millionen Euro. Der Anteil des Straßenbauamts werde sich auf 779 000 Euro belaufen. Beim Restbetrag von 1,071 Millionen Euro entfallen 994 000 Euro auf die Verkehrsanlagen. Für den Bau der neuen Gehsteige wird auf die Anwohner eine Gesamtsumme von 138 000 Euro umgelegt. Dem Markt verbleibt somit ein Anteil von 856 000 Euro, der sich abzüglich einer erwarteten Städtebauförderung von rund 60 Prozent auf einen Gesamtbeitrag von 419 000 Euro reduzieren werde.

Biersack informierte über den weiteren Ablauf. Sobald das baufachliche O.k. zum Planentwurf vorliegt, könne der Zuwendungsantrag gestellt werden. Die Ausschreibung sei für Ende dieses Jahres vorgesehen. 2018 sollen die Arbeiten beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Während der Bauphase sollen die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden. Ein Fahrstreifen der Ortsdurchfahrt solle möglichst immer freigehalten werden, maximal an zwei Tagen sei eine Vollsperre nötig. Auch der Marktplatz werde immer aus einer Richtung befahrbar bleiben, signalisierte der Bürgermeister. Einstimmig erklärten sich die Räte mit der Planung einverstanden. Dazu gehört auch, dass die Straße im weiteren Verlauf bis zur Kreuzung mit der Kreisstraße SAD 40 und bis zum Ortsausgang Richtung Neunburg eine Deckenerneuerung erhält.

Schließlich stimmte das Gremium für das Projekt noch einer Vereinbarung zwischen Markt und Straßenbauamt zu. Diese ist Grundlage zur Verteilung der Kosten und sonstigen Aufgaben. Die Länge des Umbaubereichs wird darin auf 643 Meter beziffert. Festgeschrieben sind unter anderem der Umfang und die Abwicklung der Maßnahme, die Kostenaufteilung und bauliche Standards.

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