Gestaltungssatzung für Städtebauförderung jetzt in der Neuauflage
Neue Regeln, neue Chancen

Architekt Hartmut Schließer (links) übergibt Bürgermeister Maximilian Beer das erste Exemplar der druckfrischen Gestaltungssatzung. Bild: exb
Politik
Schwarzhofen
15.02.2018
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Der Charakter soll bleiben, doch die Maßstäbe haben sich gewandelt. Unter dieser Prämisse sollen historische Gebäude für die Nachwelt erhalten werden. Das geht nicht ohne klare Regeln.

Schwarzhofen/München. Seit fast drei Jahrzehnten ist der Ortskern des historischen Altortes von Schwarzhofen in die Förderkulisse des Städtebauförderprogramms aufgenommen. "Es ist dies eine große Chance, um unser historisches Erbe nicht nur für die Nachwelt zu erhalten, sondern es auch zu sanieren und zeitgemäße Nutzungen der Gebäude zu ermöglichen", wirbt Bürgermeister Maximilian Beer.

Ein notwendiges Instrument dabei ist die Gestaltungssatzung. Fast 20 Jahre nach der ersten Auflage einer solchen Satzung, sei es nun an der Zeit gewesen, diese grundlegend zu überarbeiten. Seit 1999 gebe es Neuerungen, modifizierte Sichtweisen und damals noch nicht aktuelle Problematiken. "Insgesamt ist die Gestaltungssatzung ein wertvolles Instrument, Entwicklungen zuzulassen und sogar zu fördern, andererseits aber auch den Charakter des historischen Altortes zu erhalten. Insoweit hat sich die Gestaltungssatzung für den Bereich des alten Marktortes bewährt", zeigt sich Beer überzeugt.

Der Bürgermeister dankte dem städtebaulichen Berater des Marktes, Architekt Hartmut Schließer, der von Anfang an Bürger und Kommune mit hoher Fachkompetenz unterstützt habe. Schließer überreichte an Beer dann auch in München das erste Exemplar der druckfrischen Gestaltungssatzung und lobte Markt und Bürgermeister als Musterbeispiel für eine Kommune, die auch mit wenig Finanzmitteln Projekte voran gebracht habe. Der Markt möchte nun diejenigen, die ihr Haus im Altortbereich haben, zusammen mit dem Freistaat Bayern finanziell unterstützen. Bereits im Jahre 2015 hat der Markt Schwarzhofen das Kommunale Förder- und Geschäftsflächenprogramm überarbeitet und aktualisiert. Die Fördermittel (siehe Info-Element) gibt es für alle Anwesen in dem von der Kommune festgelegten Bereich des Marktes.

FördermittelFassaden: Für Instandsetzung, Neu- und Umgestaltung einschließlich Fenster und Türen gibt es maximal 10 000 Euro.

Dächern und Dachaufbauten: Mit maximal 10 000 Euro werden Verbesserungen in diesem bereich gefördert.

Einfriedungen, Außentreppen und Hofräume mit öffentlicher Wirkung: Für die Herstellung und Umgestaltung stehen maximal 5000 Euro zur Verfügung. Euro Förderung),

Geschäftsflächenprogramm: Für Um- und Ausbaumaßnahmen zur Beseitigung oder Vermeidung von Leerständen und die Etablierung von neuen Geschäfts-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen, einschließlich dazugehörender Neben- und Lagerräume sind maximal 5000 Euro je Geschäftseinheit möglich.
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