20.03.2018 - 20:00 Uhr
Schwarzhofen

Marktgemeinderat verabschiedet neue Regelung Mit Grundgebühr für Kanalbau wappnen

Das Rohrnetz kommt in die Jahre, die Personalkosten steigen: Bei der Abwasserentsorgung kommt auf den Markt einiges zu. Einstimmig hat der Gemeinderat die Einführung einer Grundgebühr genehmigt, um diese Herausforderungen bewältigen zu können.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Die neue Beitrags- und Gebührensatzung tritt bereits am 1. April in Kraft und wird auf zwei Jahre festgesetzt. Die Gebühr für das Schmutzwasser beträgt künftig drei Euro pro Kubikmeter (bisher 2,78 Euro), für das Niederschlagswasser werden 27 Cent pro Quadratmeter fällig - vorher waren es 38 Cent. Die neueingeführte Grundgebühr orientiert sich an der Zählergröße, je nachdem werden 40, 60 oder 100 Euro verlangt.

Christina Blommer, als Sachbearbeiterin in der Verwaltungsgemeinschaft zuständig für den Bereich "Steuern und Abgaben", erläuterte dem Gremium die Zahlen. Im bisherigen Kalkulationszeitraum sei eine Überdeckung von 80 000 Euro angefallen. Diese Summe floss bei der Neuberechnung mit ein, und wird unter anderem für die Kanalsanierung beim Ausbau der Ortsdurchfahrt eingesetzt. Dafür sowie für die Erschließung des Baugebiets "Hennensteig II" und die Kanalsanierung in der Bodenäckersiedlung wird in den nächsten zwei Jahren mit Kosten von 548 000 Euro gerechnet.

Diese Projekte sollen in den nächsten beiden Jahren über die Bühne gebracht, zusätzlich soll auf Basis eines Kanalkatasters ein Sanierungskonzept für die Abwasseranlage erstellt werden. Die Grundgebühr soll dazu verwendet werden, um finanzielle Rücklagen für die künftigen Kanalbaustellen zu bilden. Aus den Sitzungsunterlagen ging hervor, dass damit eine "gerechtere Abrechnung" möglich sei. Damit könnten auch jene Abnehmer an den Kosten beteiligt werden, bei denen verhältnismäßig wenig Abwasser anfällt. Erfolglos hatte Ratsmitglied Josef Fink (CWU) zum Einstieg der Sitzung den Antrag gestellt, seine Ausführungen zur Rechnungsprüfung in der Februar-Sitzung nachträglich noch ins Protokoll aufzunehmen. Damals hatte er den Kauf zweier gebrauchter Fahrzeuge für den gemeindlichen Bauhof und den späteren Verkauf eines Autos an die Baufirma Seebauer kritisiert. Unter dem Punkt "Information" bezeichnete es Bürgermeister Maximilian Beer später als "ehrenrührig" und "Fink-Fake-News", wenn verbreitet werde, dass eine Firma hier billig ein Fahrzeug über die Gemeinde erworben habe.

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