12.10.2017 - 14:22 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Platz für sechs Parzellen "Am Hennensteig II" Baugebiet auf Weg zur Planreife

Das neue Wohngebiet hat die nächste Hürde genommen: Ohne Gegenstimme hat der Entwurf für den Bebauungsplan "Am Hennensteig II" den Marktgemeinderat passiert. Schon im nächsten Frühling soll das Baurecht für die sechs Parzellen vorliegen.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Zwischen den Ortsstraßen Am Weinberg und Hennensteig ist auf einem Areal von 0,7 Hektar die Ausweisung des neuen Wohngebiets geplant. Bürgermeister Maximilian Beer erinnerte in der Sitzung am Montag, dass der Markt die ersten Flächen bereits 1980 erworben habe. Das Planungsgebiet umfasst die Grundstücke mit den Flurnummern 201, 201/11, 201/12, 201/14, 201/15, 201/16, 202, 202/9 und 212 (alle Gemarkung Schwarzhofen).

Eine noch in der Vorwoche mögliche Erweiterung des Geländes um das Grundstück Flurnummer 200 ist dagegen vom Tisch. Laut Bürgermeister hat die Eigentümerin telefonisch mitgeteilt, dass die Fläche doch nicht in den Geltungsbereich aufgenommen werden soll. Mit der Erstellung des Bebauungsplans ist das Ingenieurbüro Brandl & Preischl (Cham) betreut. Den Entwurf erläuterten Geschäftsführer Bernhard Preischl und Landschaftsingenieur Martin Mühlbauer. Vorgesehen sind sechs Parzellen mit Größen zwischen 830 und 684 Quadratmetern. Die ursprünglich mit 6,50 Metern vorgesehene Straße wurde auf Wunsch des Gremiums auf 6 Meter reduziert. Links und rechts wird die Asphaltdecke mit einem Streifen Schotterrasen (je 75 Zentimeter breit) eingefasst.

Ausgleich mit Schutzprojekt

Für die benötigte Ausgleichsfläche von rund 2000 Quadratmetern ist laut Mühlbauer ein Areal im Schwarzachtal vorgesehen. Dort sei ein Projekt zum Schutz von Braunkelchen geplant. Bürgermeister Beer informierte noch, dass Gehsteige und Parkplätze im Plan nicht vorgesehen sind, um die künftigen Anwohner nicht durch eine Kosten-Umlage belasten zu müssen.

Zweiter Bürgermeister Alfred Wolfsteiner freute sich, dass jungen Leuten mit dem Gebiet "Am Hennensteig II" attraktive Bauplätze angeboten werden können. Laut Maximilian Beer liegen bereits zwei Anfragen vor. Die weitere Marschroute sehe vor, das Vorhaben Ende Oktober im Amtsblatt bekanntzugeben und dann die öffentliche Auslegung einzuleiten. Laufe alles nach Plan, könne in der Weihnachtssitzung der Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Ziel sei es, bis im Frühjahr Baurecht zu schaffen.

Zwei Stellplätze je Parzelle

Schließlich billigte das Gremium den Planentwurf ohne Gegenstimme und brachte die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden auf den Weg. Auf Anregung von Ratsmitglied Franz Stockerl (CSU/FWG/SPD) werden noch zwei Pkw-Stellplätze pro Parzelle im künftigen Bebauungsplan festgeschrieben. Bürgermeister Beer informierte, dass für den Ausbau der Gemeindestraßen Häuslern-Klosterhäuser mittlerweile die zweite Zuwendungsrate über 59 000 Euro ausbezahlt wurde.

Filmdreh mit Nachwirkungen

Unter dem Tagesordnungspunkt "Informationen" ging Bürgermeister Maximilian Beer noch auf die Irritationen und Verärgerung ein, die am vergangenen Wochenende die Dreharbeiten des Films "Wackersdorf" unter Teilen der Marktbevölkerung ausgelöst hatten. Er stellte fest, dass die Sperrung der Ortsdurchfahrt nicht die Marktgemeinde, sondern das Landratsamt zu verantworten habe - "wir haben lediglich den Marktplatz für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt". Auch an der Absprache mit der Bevölkerung habe es gefehlt: So seien die Anwohner durch die Filmcrew erst wenige Tage zuvor per Flugblatt über den bevorstehenden Dreh informiert worden. "Mit besserer Kommunikation hätte sich viel vermeiden lassen", stellte auch Zweiter Bürgermeister Wolfsteiner fest, der aber glaubt, dass sich der Ärger bald legen werde - "wann hat man schon mal Gelegenheit, sich als Filmkulisse zu präsentieren". Für ihn persönlich sei es sehr interessant gewesen, den Ablauf der Dreharbeiten zu verfolgen. (mp)

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