20.11.2017 - 16:24 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Gertrud Binner referiert beim KLB-Ortsverband Christsein im Naturkreislauf

Wenn im Frühling die Natur zu neuem Leben erwacht, feiern die Christen Auferstehung. Über Parallelen in Kirchenjahr und Naturkreislauf informiert Gertrud Binner bei einem Vortrag.

Referentin Gertrud Binner. Bild: mad
von Adolf MandlProfil

Nach der Begrüßung durch Joseph Frey, Vorsitzenden des Landvolk-Ortsverbandes, freute sich die Referentin und Heilpraktikerin Gertrud Binner aus Beratzhausen, einmal wieder in ihre alte Heimat zu kommen - sie ist in Oberviechtach aufgewachsen. Als Vortragsthema stand "den Jahreskreis feiern als naturverbundene Christen" im Mittelpunkt.

Binner stellte heraus, dass die Verbindungen der Christen zum Naturkreislauf noch gut spürbar seien. Sie begann mit dem Übergang vom Herbst- zum Winterkreislauf und stellte heraus, dass das Kirchenjahr mit dem Advent beginne - eigentlich dem Herbstende. Die dunkle "staade Zeit" vor Weihnachten zeige die Sehnsucht der Menschen nach dem Licht. Eine Phase, in der sich die Natur zurückbilde. Es wurde auf die Feste und Namenstage - von Barbara über Nikolaus bis Lucia - in dieser Zeit eingegangen, die Wintersonnenwende wurde als Hoffnung auf zunehmende Tage geschildert.

Das Frühlingsquartal schließt sich an, die Natur erwacht zu neuem Leben, die Sonnenstrahlen wärmen wieder, die Zugvögel kehren zurück, Tierkinder - Hasen oder Küken - stehen für neues Leben - das Wunder der Auferstehung. Hier sprach man die Fastenzeit an sowie Ostern als höchstes christliches Fest. Den Übergang zum Frühlingsquartal läute die Walpurgisnacht ein. Die Eisheiligen bildeten oft eine Zäsur in der Natur. Der Mai gelte als Marien- und Wonnemonat, viele Heilkräuter seien der Muttergottes geweiht.

Im Sommerquartal werde die Zeit der Reife und des Wachstums gefeiert, hellere Tage stellten sich ein und viele christlichen Feiern wie die Feste zur Sommersonnenwende stünden im Kalender. Man feiere die Namenstage von Johannes dem Täufer oder Peter und Paul. Es folgen Christi Himmelfahrt und Fronleichnam als "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Im August stellt "Mariä Himmelfahrt" erneut einen Höhepunkt dar mit der Weihe der Kräuter,

Der Herbst schließe sich an als Zeit der Ernte und Übergang zur "kalten dunklen Jahreszeit". Man feiere Michaeli, Erntedank und auch Kirchweih. Später schließt sich nach Allerheiligen und Allerseelen noch Martini an. Das Christkönigsfest setze vor dem Advent den Schlusspunkt hinter das Kirchenjahr. "Wir können wirklich aus der Fülle schöpfen", stellte Gertrud Binner fest und forderte dazu auf, "wieder all das zu schätzen lernen, was Gott mit seiner Schöpfung schenkt".

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