26.09.2017 - 20:10 Uhr
SchwarzhofenOberpfalz

Landvolk-Pfarrer Kösel informiert über Bruder Klaus Patron mit vielen Gesichtern

Das Leben des Landvolk-Patrons Bruder Klaus rückte der KLB-Ortsverband ins Blickfeld. Nach einer Andacht beleuchtete Diözesanseelsorger Udo Klösel den Werdegang des Heiligen.

Am Bruder-Klaus-Bildstock am Weinberg zelebrierte Landvolkseelsorger Udo Klösel (Zweiter von links) die Andacht. Bild: mad
von Adolf MandlProfil

Am Bruder-Klaus-Bildstock am Weinberg hatten sich die Mitglieder am Sonntag versammelt. Eine Andacht, die der neue Diözesan-Landvolkpfarrer Udo Klösel hier zelebrierte, wurde mit Texten und den Fürbitten gestaltet. Petra Gießübl-Ruhland begleitete auf ihrer Ziehharmonika das Eingangs- und Schlusslied.

Vor dem anschließenden Vortrag über den Schutzpatron des Katholischen Landvolks, stellte sich Pfarrer Udo Klösel vor. Er stammt aus Pressath, ist seit 20 Jahren Priester und wohnt in Regensburg. Offiziell werde er sein neues Amt erst am 1. Oktober antreten. In seinem Referat beschrieb er die vielen Gesichter des Bruder Klaus: Bauer, Politiker, Richter, Offizier, Mystiker und Einsiedler. Seinen zehn Kindern sei er ein guter Vater gewesen, er zog sich aber immer abends zurück in die Stube, um zu beten und zu meditieren. 1467 ließ er - mit Erlaubnis seiner Frau Dorothee nach vielen Gesprächen - alles hinter sich und wurde Einsiedler. Er zog sich in die Ranftschlucht zurück, sein Haus betrat er nie mehr.

Die Leute bauten ihm ein einfaches Haus und eine Kapelle, wo er 19 Jahre lang - versunken in Gebet und Meditation - lebte. Er wurde oft aufgesucht und um Rat gefragt, war ein angesehener Mann, wurde zum Friedensstifter und predigte für Werke der Barmherzigkeit. 1487 starb er hier, sein Grab wurde zu einer Wallfahrtsstätte. Zum Abschluss wurde noch gemeinsam das "Bruder-Klaus-Gebet" gesprochen.

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