Eishockey: Bitteres Ende für die Blue Devils
Weiden verliert Derby in Selb unglücklich mit 4:5

Bitterer Moment für die Blue Devils: Martin Heinisch, Daniel Willaschek und Goalie Josef Lala (von links) können den Siegtreffer von Landon Gare nicht verhindern. Die Weidener verloren das Derby bei den Selber Wölfen unglücklich mit 4:5. Bild: Gebert
Sport
Selb
28.01.2018
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Bittere Derbyniederlage nach einer dramatischen Schlussphase: Die Blue Devils gehen in Selb drei Minuten vor dem Ende in Führung, doch die Wölfe schlagen zurück.

Trotz einer starken Leistung mussten die Blue Devils am Sonntag die Heimreise mit leeren Händen antreten. "Meine Mannschaft hat gekämpft und muss das Spiel nach dem 4:3 gewinnen. Zwei grobe Fehler im eigenen Drittel haben uns um den Lohn gebracht", sagte der Weidener Trainer Ken Latta nach der unglücklichen 4:5 (0:1, 2:1, 2:3)-Niederlage bei den Selber Wölfen. "Dennoch war es eine Top-Leistung von uns. Mehr kann ein Trainer nicht verlangen."

Lob von Henry Thom

Lob gab es auch vom Coach des Gastgebers, Henry Thom. "Nach dem Anschlusstreffer zum 2:1 haben wir das stärkste Weiden der Saison gesehen. Meine Mannschaft war davon überrascht und hat den Faden verloren. Am Ende haben wir doch noch einen Weg zum Sieg gefunden."

Bei den Blue Devils fehlte im Derby Verteidiger Ralf Herbst, zwischen den Pfosten stand Josef Lala. Die Wölfe hatten nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammtorwart Niklas Deske Verstärkung von Kooperationspartner Lausitzer Füchse bekommen. Goalie Konstantin Kessler spielte erstmals für die Oberfranken.

Auch wenn Selb im ersten Drittel ein leichtes Übergewicht hatte, spielten die Blue Devils gut mit. Vor dem 1:0 für die Wölfe durch Jared Mudryk (9. Minute) hatten die Gäste drei Mal die Gelegenheit, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu befördern. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts hatte Matt Abercrombie frei vor Kessler die Riesenchance zum 1:1.

26 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Ian McDonald auf 2:0, doch die Devils kämpften sich ins Match zurück und spielten ein bärenstarkes zweites Drittel. Nach dem Anschlusstreffer von Marcel Waldowsky (22.) hätten Marco Pronath und Matt Abercrombie nur Sekunden später ausgleichen können. Auf der Gegenseite parierte Josef Lala einen Penalty von Achim Moosberger (25.), ehe Daniel Willaschek (28.) das 2:2 gelang. Beide Teams lieferten sich auch im Schlussdrittel einen offenen Schlagabtausch. Marcel Waldowsky (45.) brachte Weiden erstmals in Führung, Jared Mudryk glich aus (49.). Als dann Tom Pauker 2:55 Minuten vor dem Ende das 4:3 erzielte, waren die mitgereisten Weidener Fans im siebten Himmel und hofften auf den dritten Derbysieg in dieser Saison. Doch der Favorit schlug zurück: 43 Sekunden nach Paukers Tor gelang Kyle Piwowarczyk (58.) das 4:4 und weitere 33 Sekunden danach entriss Landon Gare (59.) den Weidenern auch noch den einen Punkt, der mehr als verdient gewesen wäre.

Freitag gegen Regensburg

Nach der unglücklichen Niederlage bleiben die Blue Devils mit 47 Punkten Achter hinter dem EV Regensburg (49), der am Sonntag in Rosenheim mit 1:10 unterging. Am Freitag um 20 Uhr kommt es in der Hans-Schröpf-Arena zum Oberpfalzderby gegen die Regensburger. Zwei Tage später treten die Blue Devils beim Tabellenzweiten Deggendorfer SC an. Die Niederbayern siegten am Sonntag beim EC Peiting mit 7:2. Neuzugang René Röthke glänzte dabei als fünffacher Torschütze.

er Wölfe: Kessler - Böhringer, Müller, Pozivil, Ondruschka, Kolb, Kremer - Piwowarczyk, Mudryk, Geisberger, Neumann, Hördler, Klughardt, McDonald, Schiener, Gare, Moosberger

Blue Devils Weiden: Lala - Willaschek, Noe, Schusser, Hendrikson, Heider, Schreyer - Heinisch, Straka, Stähle, Waldowsky, Abercrombie, Pauker, Pronath, Kirchberger, Zellner, Siller

Tore: 1:0 (9.) Mudryk (McDonald, Müller), 2:0 (21.) McDonald (Mudryk, Müller), 2:1 (22.) Waldowsky (Pauker, Schusser), 2:2 (28.) Willaschek (Stähle, Straka), 2:3 (45.) Waldowsky (Schusser, Pauker), 3:3 (49.) Mudryk (Moosberger, Müller), 3:4 (58.) Pauker (Hendrikson, Waldowsky), 4:4 (58.) Piwowarczyk (Moosberger, Müller), 5:4 (59.) Gare (Piwowarczyk, Geisberger) - Schiedsrichter: Steinecke - Zuschauer: 2255 - Strafminuten: Selb 6, Weiden 8
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