02.07.2015 - 00:00 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Halbanonyme Ruhe

Die Gemeinde erfüllt den Wunsch einiger Bürger: Künftig sollen halbanonyme Urnenbeisetzungen möglich sein. Der Bauausschuss befürwortete auch die gleichzeitige Planung einer weiteren Beisetzungsstätte.

Der Bauausschuss auf dem Friedhof - auf der schmalen Stirnseite soll eine nach Süden ausgerichtete Urnenwand angelegt werden. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte dem Bauausschuss auf dem Friedhof die Idee halbanonymer Urnengrabstätten. "Es gab mehrere Anfragen zu dieser zusätzlichen Bestattungsform." Die Grabstätten können am mit Sichtschutzzaun eingefassten Lagerplatz für Grabmale, als auch entlang der Ostgrenze an der Fläche für eine Friedhofserweiterung entstehen

Porsch schlug außerdem eine Urnenwand vor. Alle waren sich einig, dass die Südseite der Sichtschutzwand am Lagerplatz und für das halbanonyme Urnengräberfeld die gegenüberliegende Freifläche die besten Orte wären. "Damit wird es den Angehörigen ermöglicht, am Beisetzungsort dem Verstorbenen zu gedenken", erläuterte der Bürgermeister. Der Ausschuss kam überein, eine entsprechende Planung aufzustellen.

Der Friedhof bietet derzeit ein anonymes Gräberfeld, auf dem rund 40 Urnen beigesetzt sind. Nur ein großes Kreuz, ein kleiner von Angehörigen abgelegter Porzellanengel und einige Blumen erinnern dort an die Verstorbenen. Nur der Gemeinde als Betreiber ist die Lage bekannt. Auf der Fläche für halbanonyme Beisetzungen werden die Urnen in gewohnter Form beigesetzt. Darüber weist ein erdgleich gesetzter Stein mit Gravur auf den Verstorbenen mit Namen, Geburts- und Sterbetag hin. Die Flächenpflege ist sehr einfach.

Zu normalen Erdbestattungen berichtete Porsch, dass eine Erweiterung auf dem angrenzenden Gemeindegrundstück vorerst nicht notwendig ist. Durch Gräberauflassungen sind Lücken entstanden. Damit sind für die nahe Zukunft ausreichend Grabstellen vorhanden.

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