Bauauschuss gegen Vollausbau eines Teilbereichs zwischen Brüderes und Kirchenlaibch
Bei Straße halbe Sache sinnvoll

Nach Kanalarbeiten muss der Oberbau der Gemeindeverbindungsstraße Brüderes-Kirchenlaibach zwischen dem Weiler Hundsmühle und der Bahnunterführung erneuert werden. Ob Vollausbau oder nur Teilsanierung - darüber beriet der Bauausschuss vor Ort. Bild: ak
Politik
Speichersdorf
31.08.2017
45
0

Was macht man mit dem Oberbau einer durch Kanalbaumaßnahmen in Anspruch genommenen Straße? Diese Frage beschäftigte den Bauausschuss.

Das Gremium besichtigte die Gemeindeverbindungsstraße von Brüderes nach Kirchenlaibach nördlich des Weilers Hundsmühle. Bürgermeister Manfred Porsch erläuterte, dass im Zuge der Kanalerschließung von Brüderes eine Abwasserdruckleitung nach Kirchenlaibach im asphaltierten Straßenbereich verlegt wurde. Betroffen sind davon rund 230 Meter. Zu entscheiden sei, wie die Straße wieder hergestellt wird. "Der Kanalgraben erhält mit dem vorhandenen Fräsgut und Schotter wieder einen ordnungsgemäßen Unterbau. Jedoch beim Asphaltbau gibt es Alternativen."

Der Grabenbereich kann mit einer 10 Zentimeter hohen Tragschicht befestigt und nach Abfräsen der halben Straßenbreite mit einer vier Zentimeter dicken Decksicht versehen werden. Alternativ ist ein Vollausbau mit Auffräsen der kompletten Asphaltschicht, Planie des Unterbaus und Aufbringen einer Trag- und Deckschicht mit insgesamt 14 Zentimeter Stärke möglich. Auch eine Deckenbauverstärkung ist denkbar.

Bei einem Vollausbau würden Sanierungskosten einschließlich Auffüllen der Bankettbereiche in Höhe von 40 000 Euro entstehen. Beim Ortstermin stellten die Bauausschussmitglieder fest, dass besonders der Einmündungs- und Steigungsbereich bereits erhebliche Straßenschäden aufweist. Sie beschlossen deshalb, diese Stelle mit einem Vollausbau auf ganzer Straßenbreite zu sanieren. Die restliche Strecke bis zur Hecke wird mit der kostengünstigeren Variante "halbseitige Asphaltierung" mit einer Deckschicht und einer Tragschicht im Grabenbereich wiederhergestellt. Für die Teilsanierung sprach zudem, dass in den nächsten Jahren eine Erneuerung der nur 2,8 Meter hohen Bahnbrücke und der damit einher gehenden Änderung der Wegeanbindung ansteht.

Annke Gräbner berichtete von Gefahrensituationen im Kurvenbereich von Ramlesreuth. Das Schneiden der Kurve soll eine Straßenlinierung unterbinden. Zudem erinnerte sie an die Restaurierung der Schriftplatte am Kriegerdenkmal in Ramlesreuth. Porsch ergänzte, dass man die im Eigentum der Gemeinde stehende Ortskirche samt Sakristei besichtigen muss, da Letztere sich senkt. Dabei werden Gräbners Hinweise ebenfalls in Augenschein genommen.

Garage: Kompromiss lässt Räte zustimmenZum Thema Sonstiges erklärte Gemeindeoberhaupt Manfred Porsch, dass der Bau des Radweges zwischen Kemnath und Wirbenz begonnen wurde. Auch die Ausschreibung für die Querungshilfe am Ortsausgang von Windischenlaibach ist erfolgt. Die Fertigstellung ist zum Ende des laufenden Jahres vorgesehen. Die Gemeinde muss sich an den Kosten für den Gehweg und die Erweiterung der Straßenbeleuchtung beteiligen. Der von Ulrike und Heinz Kötter geplante Neubau einer größeren Fahrzeuggarage auf dem Grundstück Nairitz 8 beriet der Ausschuss nach einer erfolgten Tekturplanung erneut. Der damalige Einwand, ein Sichtdreieck im Einmündungsbereich der beiden öffentlichen Straßen freizuhalten, ist mit dem Antragsteller besprochen. Ein Kompromiss konnte erzielt werden. Das geplante Gebäude wurde im Einmündungsbereich gekürzt, um die Sichtverhältnisse zu verbessern. Der Ausschuss gab der Tekturplanung für das Nebengebäude grünes Licht. (ak)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.