20.11.2017 - 20:00 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bauausschuss befürwortet Pläne der Feuerwehr Ramlesreuth für sanitäre Anlage: Grünes Licht fürs Örtchen

Toiletten für die Feuerwehr und grünes Licht für private Bauvorhaben: Aber nicht alles läuft hier so, wie es die Nachbarschaft will.

von Arnold KochProfil

Die Ramlesreuther Feuerwehr wünscht sich eigene Toiletten. Ihre Vertreter betonten bei der Besichtigung des Gerätehauses, dass bei Schulungen und Zusammenkünften Toiletten der Nachbarn benutzt werden müssten. Nachdem das ans Gerätehaus angebaute Kühlhaus der Kühl- und Schlachtgemeinschaft nicht mehr als solches genutzt wird und jetzt als Lager für Festutensilien dient, entstand bei der Wehr die Idee, darin Toiletten einzubauen.

Der Bauausschuss war der Ansicht, dass sich dafür die Räumlichkeiten eignen würden. Laut den Brandschützern soll für eine Toilettenanlage für Damen und Herren die defekte Kühlanlage samt Abmauerung rückgebaut werden. Bei der Besichtigung des Gerätehauses stellte sich die Frage, ob der Zugang zu den neuen Sanitäranlagen separat von außen oder direkt vom Schulungsraum angelegt werden soll. Die Vor- und Nachteile sollen mit dem Planer ausgiebig diskutiert werden. Dabei soll auch der Bedarf für die Toilettennutzung bei externen Festen in der Ortschaft ermittelt und bewertet werden.

Der Ausschuss behandelte mehrere Bauanträge und -voranfragen. Kerstin Czerwinski und Dollhopf aus Wirbenz wollen neben ihrem im Bau befindlichen Wohnhaus im Baugebiet Kirchenlaibach Nord-West außerhalb der festgesetzten Baugrenze eine Garage errichten. Bürgermeister Manfred Porsch ergänzte, dass die Unterschriften der Nachbarn vollständig sind. Das Gremium stimmte daher der isolierten Befreiung von den Bebauungsvorschriften zu.

Barbara Kreisel aus Weidenberg beantragte, am Landgrafenweiher nahe der Tauritzmühle die Fischerhütte um einen Geräteraum samt Fischhälterung und überdachter Terrasse zu erweitern. Das in 1967 genehmigte Gebäude soll um einen 4,30 mal 6 Meter großen Raum vergrößert werden. Das Bauvorhaben ist aufgrund seiner Nutzung im Außenbereich privilegiert. Die Fischerhütte wird zur Bewirtschaftung mehrerer Fischteiche benötigt. Der Ausschuss billigte das Vorhaben.

Gleiches trifft auf das Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage der Familie Olga und Sergei Meling aus Speichersdorf im Baugebiet Kirchenlaibach-West zu. Die Planung weicht durch das Walmdach für das Wohnhaus, das Zeltdach für die Garage, die flachere Dachneigung und die Farbe der Eindeckung von den Vorgaben ab. Die Nachbarunterschriften liegen vor.

Der Speichersdorfer Eckhard Bethge möchte geklärt haben, ob im Weiler Hundsmühle ein weiteres Wohnhaus mit Doppelgarage errichtet werden kann. Porsch berichtete von einem Gespräch mit dem Kreisbauamt. Dieses erklärte, dass eine Weilersatzung aus dem Jahr 1998 besteht und ein Wohnbauvorhaben im südlichen Teil innerhalb des Geltungsbereiches der Satzung möglich ist. Porsch gab jedoch zu bedenken, dass zwar der Anschluss an die Wasserleitung problemlos möglich ist, aber keine zentrale Abwasserbeseitigung, da die Weileranwesen je eine biologische Hauskläranlage betreiben müssen. Zu klären sei noch die Beseitigung des Niederschlags- und gereinigten Abwassers.

Der Bauausschuss stellte fest, dass der Standort innerhalb des Geltungsbereiches der Weilersatzung zu wählen ist. Der Bauantrag muss jedoch die ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung und Ableitung des Niederschlags- und gereinigten Abwassers zum Vorfluter nachweisen. Sofern Nachbargrundstücke zur Leitungsführung benutzt werden müssen, sind entsprechende Grunddienstbarkeiten abzuschließen. Dem Antragsteller wird geraten, sich bei seiner Planung eng mit dem Kreisbauamt abzustimmen.

Straßenausbau 2018

Gemeindeoberhaupt Manfred Porsch gab bekannt, dass das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Staatsstraße 2184 Richtung Unterschwarzach rechtlich abgeschlossen ist. Die Voraussetzungen die Maßnahme im nächsten Jahr seien nun gegeben. Die Ausbaustrecke endet am Ortseingang von Schwarzach. Franc Dierl (CSU) appellierte, sich auch für die Deckensanierung des Reststückes Richtung Windischenlaibach einzusetzen. Nur rund 200 Meter der beabsichtigten Ausbaustrecke liegen auf Speichersdorfer Gemeindegebiet. Porsch ergänzte, dass auch der Restausbau Richtung Neustadt/Kulm dringlich sei. (ak)

 

 

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