22.06.2017 - 20:00 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Deutsche Bahn steigt in Plannung für barrierefreie Zugänge ein Drei Aufzüge zu Bahnsteigen

Die Sanierung und Umnutzung des Bahnhofsgebäudes und barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen sind zwei langgehegte Wünsche der Gemeinde und Bürger. Zumindest einer scheint bald in Erfüllung zu gehen.

Der vor 20 Jahren errichtete Stahlbetonsteg wird einmal als Zuwegung zu den Bahnsteigen dienen. Bild: ak
von Arnold KochProfil

(ak) Bürgermeister Manfred Porsch informierte den Gemeinderat über den Stand bei der barrierefreien Erschließung des Bahnhofes Kirchenlaibach. Das Bahnhofsmanagement Bamberg der DB-Station und Service AG hatte der der Gemeinde mitgeteilt, dass die DB Netz Station Service AG die Planungen für barrierefreie Zugänge zum Bahnhofsgelände und speziell der Bahnsteige aufgenommen hat. Die Bahn AG hat dieses Projekt in das Zukunft-Investitions-Programm (ZIP) aufgenommen. Das Förderprogramm des Bundes erfordert jedoch eine schnelle Planung.

Nach den Vorstellungen der Bahn AG soll der vorhandene Stahlbetonsteg als Zuwegung zu den Bahnsteigen dienen. Porsch berichtete, dass die Gemeinde den Stahlbetonsteg in den Jahren 1996/1997 errichtet habe. Er sei rollstuhl- und kinderwagengerecht in einer Laufbreite von zwei Metern bei einer Gesamtstegbreite von 2,5 Metern gebaut. "Die Längsneigung im Bereich des Stegwendels beträgt acht Prozent ohne horizontale Verweilzone. Dies war zum Bauzeitpunkt Standard, heute müssen sechs Prozent eingehalten werden", ergänzte Porsch.

Laut Bahn AG wird die marode Unterführung verfüllt und geschlossen. Geplant sind Treppenabgänge zu den vier Bahnsteigen und der Bau von drei Aufzügen. Falls die Gemeinde bereit ist, ihren Stahlbetonsteg durch die Bahn für die barrierefreien Zugängen zu den Bahnsteigen mit nutzen zu lassen, sollten alsbald die Planunterlagen des Stahlbetonsteges zur weiteren Vorprüfung und Planung an die Bahn AG geschickt werden.

Porsch verdeutlichte, dass damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gehe und die Chance zur behindertengerechten Aufwertung des Bahnhofes genutzt werden müsse. Gefordert werde jedoch auch der barrierefreie Umbau der Bahnsteige. Mit einer generellen Zustimmung der Stegnutzung seien aber noch keine Regelungen über Art und Bauumfang, den Unterhalt und Baulast, Betriebskosten und Winterdienst für den Stegbereich getroffen.

In der Diskussion stellte der Gemeinderat klar, dass die Kommune die Initiative der Bahn AG grundsätzlich begrüßt. Sie ist für die neuen Anlagen unterhaltspflichtig. Franc Dierl (CSU) fügte an, dass bei der Umsetzung der neuen Zugänge keine Kompromisse eingegangen werden dürfen. Zudem freute er sich mit Günter Vogel (CSU), dass die untragbare Unterführung so schnell wie möglich geschlossen werden kann. Hans Schmid (FW) merkte längere Zugangszeiten über die Bahnstege, Wolfgang Hübner (CSU) gab zu bedenken, dass in Stoßzeiten die Breite des Bahnsteges als Nadelöhr für Zugreisende zu Problemen führen kann. Porsch fügte hinzu, dass der Publikumsverkehr weg vom Bahnhofsgebäude hin zum Stahlbetonsteg gelenkt wird.

Einstimmig beschloss das Gremium, den Bahnsteg für die geplanten barrierefreien Zugänge zur Verfügung zu stellen. Abschließend schlug das Gemeindeoberhaupt vor, bei Vorliegen konkreter Planungen einen barrierefrei sanierten Bahnhof zu besichtigen.

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