Förderung durch die Regierung in der Schwebe
Mittelschulsanierung in weiteren Bauabschnitten

Damit Fördermittel gewähnt werden, muss die Generalsanierung der Mittelschule statt bisher zwei in weiteren umsetzbaren Bauabschnitten aufgeteilt werden
Politik
Speichersdorf
06.04.2018
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Die geplante Generalsanierung der Ebnather Mittelschule ist in zwei Bauabschnitten nicht realisierbar. Die Regierung der Oberpfalz macht einen Strich durch die Rechnung.

Ebnath. Die Kommune hat für dieses Vorhaben Bewerbungsbögen für das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) eingereicht. Regensburg teilte jetzt mit, dass aufgrund der Anzahl der Bewerbungsbögen viele Projekte über das KIP-S nicht bezuschusst werden können. So folgte das Gremium in jüngsten Sitzund dem Vorschlag der Bezirksregierung, die Generalsanierung in noch weitere Bauabschnitte aufzuteilen.

Bürgermeister Manfred Kratzer erinnerte daran, dass beschlossen wurde, die Generalsanierung in zwei Bauabschnitten auszuführen. Zum einen, die Sanierung des Schultraktes mit rund 1,8 Millionen Euro und zum anderen die Turnhalle mit 950 000 Euro. Dafür wurden entsprechende Förderanträge über das KIP-S eingereicht.

Telefonisch informierte die Bezirksregierung jetzt die Kommune, dass die zur Verfügung stehende Fördersumme in Höhe von 43,6 Millionen Euro für die Oberpfalz bei weitem nicht ausreiche, um alle Projekte bedienen zu können. Architektin Helga Rembeck vom gleichnamigen Planungsbüro in Erbendorf, die für die Entwurfsplanung verantwortlich zeichnet, wurde beauftragt, die Generalsanierung in weitere einzelne und vor allem umsetzbare Bauabschnitte aufzuteilen.

Damit würden sich für die Kommune die Chancen erhöhen, in den Genuss von Fördermittel mit 90 Prozent zu gelangen. Mit Blick auf eine Förderung hieß es, dass noch alles in der Schwebe und im Übrigen ein Lotteriespiel sei. Nun wird für jedes Projekt jeweils ein Bewerbungsbogen eingereicht. Brandschutzmaßnahmen sind vorrangig. Aber auch der Bau von Fluchttreppen, die Dachsanierung und ein barrierefreier Zugang sind dringend erforderlich. Die Kosten hierfür wurden mit insgesamt rund 530 000 Euro veranschlagt.

Nachdem die Höhe der Fördermittel derzeit völlig offen ist, kam das Gremium überein, die Bauabschnitte nochmals zu unterteilen, um zumindest für einen Bauabschnitt über das KIP-S eine Förderung von etwa 90 Prozent abrufen zu können, "bevor man ganz leer ausgeht". Für weitere Bauabschnitte könnte oder müsste Geld über das Finanzausgleichsgesetz (FAG) beantragt werden. Als ersten Schritt im Zuge der Generalsanierung entschied sich das Gremium für die Umsetzung von Brandschutz und Fluchtwegen. Die Kosten hierfür liegen bei 430 000 Euro veranschlagt.
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