08.02.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

Plössen wird lebenswerter

Die Mittel aus dem Förderprogramm der einfachen Dorferneuerung stehen für Plössen bereit. Aber nicht für alles gibt es Zuschüsse.

Beim neuen Gemeinschaftshaus Plössen werden die Außenanlagen jetzt über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert. Bild: ak
von Arnold KochProfil

Von einem Schreiben des Amtes für Ländliche Entwicklung Bamberg zur Förderung von Maßnahmen über die einfache Dorferneuerung in Plössen berichtete Bürgermeister Manfred Porsch dem Gemeinderat. Die Kommune hatte sich hierzu für das höher bezuschusste ELER-Förderprogramm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) für mehrere Projekte in der Ortschaft Plössen erfolglos beworben. Die notwendige Punktzahl im Wettbewerbsverfahren ist nicht erreicht worden.

Das Amt teilte nun mit, dass die Verkehrs- und Freianlagen um das neugebaute Gemeinschaftshaus über die einfache Dorferneuerung gefördert werden. Zudem hält es die Maßnahmen "Verkehrs- und Freianlagen am Festplatz und Vorplatz der Ortskirche Plössen" in diesem Programm für förderwürdig. Andere Teilpositionen und -projekte wie Ansaugstelle für die Feuerwehr, Sitzstufen am Mühlbach, Flächengestaltung im Umgriff des Feuerwehrgerätehauses und weitere Kleinvorhaben werden aufgrund der Nachrangigkeit und geringen Finanzaufwandes nicht bezuschusst. Porsch freute sich über die Förderzusagen, damit das Projekt Gemeinschaftshaus abgeschlossen und dieses noch in diesem Jahr im Ganzen eingeweiht werden kann.

Dem Gremium lag ein Antrag der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Speichersdorf auf Förderung der Sanierung der Christuskirche zur Entscheidung vor. Die Kirche ist 1953 erbaut worden, die Renovierung wird seit Jahren geplant. Sie umfasst die Erneuerung der Heizung und Elektrik, Reparatur des Läutewerks und Sanierung des Kirchturms samt Glockenaufhängung. Zudem sollen der gesamte Kirchenfußboden erneuert und das Dach saniert werden. Ebenso soll das Gebäude einen neuen Farbanstrich erhalten.

Die Kosten der in einem Bauabschnitt geplanten Sanierung liegen bei 480 000 Euro. Die Kirchengemeinde erhält von der Landeskirche einen Zuschuss in Höhe von 215 000 Euro und eine Ergänzungszuweisung des Dekanats in Höhe von voraussichtlich 5000 Euro. Zu den notwendigen Eigenmitteln in Höhe von 260 000 Euro beantragt die Kirchengemeinde einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der Sanierungskosten (19 500 Euro). Porsch ergänzte, dass die Kirchen in Wirbenz, Mockersdorf und Ramlesreuth saniert wurden und werden. Seinen Vorschlag, die festgelegte Investitionsförderung in Höhe von 7,5 Prozent per Rechnungsnachweis zu gewähren, nahmen die Räte einstimmig an.

Zum Thema Bekanntgaben informierte das Gemeindeoberhaupt über die Aufstellung einer Vorschlagsliste für Schöffen für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 an Amtsgerichten und Strafkammern der Landgerichte. Bürger haben die Möglichkeit, sich selbst zu bewerben oder andere Personen dafür vorzuschlagen. Die Bewerbungs- und Vorschlagsfrist läuft bis zum 15. März. Gleichzeitig läuft im gleichen Zeitraum die Wahl der Jugendschöffen. Vorschläge und Bewerbungen können bis zum 26. Februar schriftlich an die Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Voraussetzungen und Formulare für beide Vorschlagslisten sind im Rathaus erhältlich oder im Internet auf der Homepage der Gemeinde www.speichersdorf.de.

Am 1. März findet um 19 Uhr im Gasthaus Scherm in Haidenaab eine Informationsveranstaltung zum geplanten Neubau der Jugendfreizeitstätte statt.

Neuer Bebauungsplan für Gewerbegebiet

Der Gemeinderat fasste einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan "Gewerbegebiet Kirchenlaibach Nord-West". Der Geltungsbereich umfasst die Flurstücke 304, 304/2 und 252 der Gemarkung Kirchenlaibach. Der vom Planungsbüro Helmut Raps gefertigte Entwurf sieht die Nutzung als Gewerbegebiet an der Bayreuther Straße vor. Einen entsprechenden Bauantrag des Grundstücksbesitzers auf Bau einer Lagerhalle mit Pkw-Garage samt Bürogebäude auf dem Grundstück Bayreuther Straße 74 hat der Bauausschuss bereits genehmigt. Nach Fertigstellung der Gewerbebauten ist auch der Bau eines Wohnhauses durch den Betriebsinhaber vorgesehen.

Um die Bebauung in Absprache mit dem Kreisbauamt in geordnete Bahnen zu lenken, wird der Bebauungsplan aufgestellt. Porsch ergänzte, dass das Gebiet bisher als Sondergebiet Schießen ausgewiesen ist. Dieses ist durch den Erwerb des ehemaligen Komet-Marktgebäudes an der Hauptstraße durch den Schützenverein nicht mehr erforderlich. (ak)

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