24.04.2017 - 18:24 Uhr
SpeichersdorfSport

Speichersdorfer Stacker kehren mit Goldmedaillen aus Taiwan zurück Mit Schweiß zum goldenen Erfolg

Monatelang bereiten sich die Speichersdorfer Hochstapler auf die Weltmeisterschaft 2017 im Sport Stacking vor. Zweimal in der Woche heißt es: Trainieren. Die Hartnäckigkeit zahlt sich jedoch aus. 48 Medaillen bringen sie aus Taiwan mit.

Ein starkes Team kehrt zurück. Die Hochstapler kamen sicher mit Flug China Air 827 zurück nach Deutschland
von Bernhard KreuzerProfil

Dass es so ein riesiger Erfolg wird, damit hatte Vorsitzende Monika Gosslau nicht gerechnet. Sie hatte selbst sechs Medaillen bei der Landung in München im Gepäck, genauso viele wie Trainerin Heike Ziegler. Vier Goldene für jede Stackerin. Zusammen halten Monika und Heike seit Jahren in ihrer Altersklasse den Weltrekord im Doppel. Er wurde auch bei dieser WM nicht gebrochen. Zum Empfang und zur Abholung am Sonntag in München setzten die Becherstapler einen Bus ein. Bei der Abfahrt um 4 Uhr beim Landgasthof Imhof, dort wo die Speed Stacker ihr Domizil haben, stieg ganz selbstverständlich Bürgermeister Manfred Porsch mit ein.

Vom Abschneiden seiner Speichersdorfer war er positiv überrascht. "Da staunt die ganze Bevölkerung", sagte Porsch. Er sprach ihnen Hochachtung und Anerkennung aus. "Wir werden unseren Beitrag leisten", versprach das Gemeindeoberhaupt zur Frage, wie die Kosten für die Reise bestritten werden.

Ihren Beitrag werden schon mal Heinz Schmidt, Lothar Ziegler, Bernd Gosslau und Kerstin Knie leisten. Zur Förderung der Motivation der Becherstapler versprachen sie, jeder werde einen Euro für jede mitgebrachte Medaille spenden. Eigentliches Ziel der Speichersdorfer war es, zumindest die Vorrundenwettkämpfe zu bestehen und ins Finale einzuziehen. Alle - Nils, Lia und Heike Ziegler, Michael Nerlich, Michelle, Fabien und Monika Gosslau, Carmen und Markus Knie, Carina Schmidt, Veronika Doser sowie Christine Lubig-Schmidt - schafften es trotz stets stärker werdender Konkurrenz gerade aus dem asiatischen Raum.

Trotzdem behielten die Speichersdorfer die Nerven. Eines ihrer Erfolgsrezepte bei der WM waren Sicherheit und das Ziel, nicht das Risiko bei der Jagd nach tausendstel Sekunden einzugehen, Becher umzuwerfen. Allein die Hitze in Taiwan war eine Herausforderung: 30 Grad Außentemperatur und 40 Grad in der Halle.

Bei den Prelims, den Vorrundenwettkämpfen, standen die Stacker bei viel Schweiß in der Halle. "Wir haben im Leben noch nie so geschwitzt. Für die Jugend war es hammerhart", blickte Ziegler zurück. Aber die Speichersdorfer erlebten auch eine spannende Kultur. Von der Sauberkeit auf der Insel und der Disziplin ließ sich Monika Gosslau begeistern. Selbst in der U-Bahn war es verboten, Kaugummi zu kauen, was ein Speichersdorfer selbst erfahren musste. In China nutzten die Speichersdorfer den achteinhalbstündigen Aufenthalt beim Rückflug für eine Fahrt mit dem Transrapid, einer in Deutschland entwickelten Magnetschwebebahn. "Es war ein Highlight", schwärmte die Vereinsvorsitzende. Die maximale Geschwindigkeit von 430 Kilometer pro Stunde wurde zwar nicht erreicht, 301 Kilometer pro Stunde waren allerdings auch nicht ohne.

Und was bewegt die Hochstapler in den nächsten Monaten. Die Weltmeisterschaft 2018 in den USA und die Nachwuchssuche stehen im Fokus. Einen Wunsch ließe sich gerne Bürgermeister Manfred Porsch noch erfüllen: Wieder eine WM in Speichersdorf während seiner Amtszeit. Dafür würde er sogar nochmals kandidieren.

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