12.03.2018 - 17:58 Uhr
Speichersdorf

Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus bestimmen Großteil der Aktivitäten der Feuerwehr Plössen "Haus kann sich sehen lassen"

Die Feuerwehr Plössen ist neben der Landjugend die gestalterische Kraft der Ortsteile Plössen (187 Einwohner) und Selbitz (70). Das zeigt sich in den Eigenleistungen und im finanziellen Beitrag, den die Brandschützer allein zur Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses einbringen.

Wolfgang Horn und Michael Heindl (Dritter und Vierter von rechts) ehrten die Brandschützer für 60 beziehungsweise 25 Jahre bei der Feuerwehr. Ihnen gratulierten Bürgermeister Manfred Porsch, Vorsitzender Markus Heindl (von rechts), sein Stellvertreter Edgar Schindler und Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt (von links). Bild: hai
von Autor HAIProfil

Plössen. Entsprechend groß war das Lob von Bürgermeister Manfred Porsch und Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr, die erstmals im neuen Dorfgemeinschaftshaus stattfand. Dieses sei "der sichtbare Ausdruck, wie der Verein das gesellschaftliche Leben trägt und prägt", meinte das Gemeindeoberhaupt. Feuerwehrverein und Aktive seien Garanten für das Dorfleben, ergänzte Schmidt und gratulierte zu den gelungenen Räumlichkeiten.

"Das vergangene Jahr war für unseren Feuerwehrverein ein ganz schön aktives", meinte Vorsitzender Markus Heindl dann auch im Hinblick auf die handwerklichen Arbeiten, aber auch auf die Veranstaltungen. So waren 50 Personen bei der Familienwanderung nach Kirchenpingarten und zur Tauritzmühle unterwegs. Vier Mannschaften räumten beim Bürgerkegeln Preise ab. Von der Größe der Abordnungen bei Festbesuchen und kirchlichen Veranstaltungen könnten andere nur träumen, freute sich der Redner. Keinen freien Stuhl gab es mehr bei der Christbaumversteigerung. Dass die Mitglieder bei keiner Herausforderung kalten Füße bekommen, bewiesen sie bei der Cold-Water-Grill-Challenge.

Nach der Devise "Nicht lange reden, sondern anpacken" war das Jahr laut Heindl geprägt vom Bau des Gemeinschaftshauses. "Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen." Entsprechend groß war sein Dank für die Mithilfe. "Mit diesen Räumlichkeiten sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt." Der Vorsitzende war sich auch sicher, dass es wie bisher ein harmonisches Miteinander zwischen Feuerwehr und dem Dorfgemeinschaftsverein geben wird.

30 Aktive führen die Kommandant Jürgen Heier und Michael Heindl. Wegen umgestürzter Bäume, ausgelaufenem Kraftstoff, Rauchentwicklung und Scheunenbrand musste sie sechs Mal ausrücken. Bei der Großübung am Eisenbahntunnel hinter Ramlesreuth waren sechs Einsatzkräfte vor Ort. Heindl dankte für gut besuchte Unterrichts- und Übungsabende. Bei einer Leistungsprüfung mit Guttenthau, Ramlesreuth und Haidenaab und Plössen legten vier Aktive erfolgreich die Abzeichen ab. Lukas Beer bestand die theoretische Prüfung zum Feuerwehrmann.

"Ihr seid der Garant für Sicherheit und schnelle Hilfe", erklärte Bürgermeister Porsch. Die Ortswehr sei gut aufgestellt und im Feuerwehrverband fest verankert. Er wünschte sich, dass sich wieder junge Menschen für den Nachwuchs begeistern. Als vorbildlich würdigte Kreisbrandinspektorin Schmidt das Zusammenwirken von Verein und Aktive. Die erfolgreichen Leistungsprüfungen zeugten von einer gelungenen Grundausbildung. Sie dankte für die logistische Meisterleistung bei der Nachbesprechung der Katastrophenübung mit 600 Beteiligten am Kathenbühltunnel in Plössen.

Die Rednerin betonte zudem die Notwendigkeit, sich in der Ersten Hilfe stets fortzubilden. Die Feuerwehr sei hier besser geschult als der normale Bürger und würde auch bei Verkehrsunfällen alarmiert. Wenngleich die Plössener Feuerwehr aktuell keine Anwärter hat, bat sie Jugendwart Andreas Hummer um Unterstützung beim Jugendleistungsmarsch am 5. Mai in Emtmannsberg.

Engagiert seit 60 und 25 Jahren

Seit 60 Jahren ist Wolfgang Horn fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und eine große Stütze der aktiven Wehr. Wie Vorsitzender Markus Heindl in seiner Laudatio ausführte, war der Jubilar unter anderem zweiter Vorsitzender und zweiter Kommandant. Der Verein dankte es ihm 2001 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienstzeit erhielt Michael Heindl eine Auszeichnung. Von 1992 bis 1996 betreute er mit seinem Vater Wolfgang die Jugend, 1999 absolvierte er die Truppführerausbildung. 1998 bis 2001 fungierte er als zweiter Vorsitzender. Seitdem hat Heindl den Posten des zweiten Kommandanten. Er hat alle Leistungsprüfungen und die Prüfung zum Leiter der Feuerwehr absolviert. Für 25 Jahre Treue gratulierten Bürgermeister Manfred Porsch, Vorsitzender Heindl sein Stellvertreter Edgar Schindler und Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt zudem Tobias Nickl. (hai)

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