Architektin Simone Walter erläutert dem Gemeinderat Speichersdorf die Umbaupläne für die ...
Seniorentagespflege noch in diesem Jahr

Vermischtes
Speichersdorf
09.02.2018
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Architektin Simone Walter stellte dem Gemeinderat die Pläne für die neue Tagespflegeeinrichtung vor. Bild: ak

Ein Pfeiler beim Ausbau der Seniorenbetreuung in Pfarrei, Gemeinde und Region ist gesetzt. In eine Tagespflegeeinrichtung investiert der Diakonieverein fast eine Million Euro. Bis 1. Dezember soll die Maßnahme im Untergeschoss der Werner-Porsch-Grund- und Mittelschule abgeschlossen sein.

In der Februarsitzung des Gemeinderats stellte Architektin und Gremiumsmitglied Simone Walter die Planung für die neue Tagespflegeeinrichtung für Senioren vor. Projekt und Planung hatte der Diakonieverein als Betreiber bereits bei seiner Jahreshauptversammlung einstimmig abgesegnet (wir berichteten)

Laut Bürgermeister Manfred Porsch sind die rechtlichen Voraussetzungen zur Übernahme der Räume im Untergeschoss bereits geschaffen worden. Der Diakonieverein hat das Teileigentum am überplanten Schulgebäudetrakt erworben. Die dafür notwendige Abgeschlossenheitsbescheinigung des Landratsamtes liegt nach der in der Änderungsplanung berücksichtigten klaren Trennung von Schule und künftiger Pflegeeinrichtung vor.

Walter berichtete, dass sich gegenüber dem Erstentwurf für den Finanzierungsantrag und der zur Baugenehmigung eingereichten Ausführungsplanung Änderungen ergeben haben. Aus Brandschutzgründen musste das Treppenhaus eingehaust werden. Es dient somit nur mehr der Schule im Obergeschoss als Rettungsweg. Eine begehbare Verbindung zwischen den beiden Nutzungen besteht nicht mehr. "Die Statik für den Gebäudeumbau ist fertig. Es wird nun jeweils ein Fachplanungsbüro für Heizung-Lüftung-Sanitär und für die Elektroinstallation eingeschaltet. Auch dafür ist eine Trennung zwischen Schule und Pflegeeinrichtung notwendig", ergänzte die Architektin.

Beide Stockwerke erhalten neue Heizkörper, der Bereich der Tagespflege eine separate Stromverteilung. Bei der Befahrung der rund 50 Jahre alten Abwasserkanäle wurden Rohrschäden und Wurzeleinwüchse festgestellt. Neue Leitungen sind notwendig. Die nach einer Besprechung mit der Regierung vorgenommenen Umplanungen verbessern die Funktionalität der Pflege-, Büro- und Sozialräume durch zusätzliche offene Bereiche.

Daraus ergeben sich aber Kostenmehrungen in den Gewerken. Dies sind im Bereich des Bauwerkes selbst rund 73 000 Euro, bei der Gebäudetechnik 83 000 Euro und bei den Außenanlagen rund 32 500 Euro. Letztere fallen an, weil der Diakonieverein rund 300 Quadratmeter mehr Grundstücksfläche vor dem Gebäude als Gartenbereich erworben hat und Kosten für die Anlage entstehen werden. Die Ausschreibungsunterlagen für die Rohbauarbeiten der insgesamt mit 950 000 Euro veranschlagten Umbaumaßnahme gehen an die Bieterfirmen in den nächsten Tagen raus. Noch im Februar soll das Untergeschoss geräumt werden; die lärmintensiven Abbrucharbeiten erfolgen in den Osterferien. Fertigstellungsziel ist der 1. Dezember.

Porsch ergänzte, dass die Schulleitung bei der Planung eingebunden war und auch zu den regelmäßigen Baustellenbesprechungen eingeladen werde, um Probleme frühzeitig zu beheben. Die Nachfrage nach Tagespflegeplätzen sei bereits groß und werde aufgrund der demografischen Entwicklung weiter wachsen. Der Außenbereich bis zur Hauptstraße wird im Zuge der Baumaßnahme neu gestaltet und bepflanzt.

Zweiter Bürgermeister Rudi Heier (SPD) fügte an, dass zum 1. Dezember nicht unbedingt die Tagespflegestation fertig sein müsse, sondern hauptsächlich die Verwaltungsräume. Der Diakonieverein wolle aus Kostengründen von den angemieteten Räumen in die eigenen Büros umziehen. Auf die Anfrage von Christian Porsch (UBV) zur Heizung erklärte das Gemeindeoberhaupt, dass der Diakonietrakt durch die neue Hackschnitzelheizung des Schulzentrums mit versorgt und der Wärmebedarf entsprechend abgerechnet werde.

Rudi Kirchberger (UBV) merkte an, dass es sinnvoll wäre, auch das Obergeschoss zu einem späteren Zeitpunkt ohne große Umbauten umnutzen zu können. Zur energetischen Anfrage von Hans Schmid (FW) antwortete Walter, dass die vorhandene Fassadendämmung und die neuen Fenster nicht verändert werden.
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