17.08.2017 - 20:44 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Bei Klauenpflege ausgebüxt Feuerwehr rettet Kuh aus Güllegrube

Eine trächtige Kuh riss am Donnerstagvormittag auf einem Bauernhof bei Wirbenz bei der Klauenpflege aus. Die Flucht endete in einer Güllegrube. Feuerwehrleute aus Oberfranken und der Oberpfalz starteten einen Großeinsatz, um die Kuh zu retten. 

von Michael DenzProfil

Zu einer "Großtierrettung" schickte die Leitstelle Bayreuth am Donnerstagvormittag die Einsatzmittel und -kräfte der Feuerwehren Wirbenz, Speichersdorf und Höflas bei Kemnath in den Speichersdorfer Ortsteil Wirbenz, nahe der Landkreisgrenze Tirschenreuth/Bayreuth. Eine trächtige Kuh war in eine Güllegrube gestürzt.

Das Tier war aus dem Stall zu einem Klauenpflegestand geführt worden. Es entkam, rannte schnurstracks Richtung Güllegrube, riss den Schutzzaun um und stürzte in die Tiefe. Weil die Grube relativ voll war, bestand erhöhte Gefahr für das Tier zu ersticken. Wie Pressesprecher der Feuerwehren des Landkreises Bayreuth, Gerhard Eichmüller, berichtet, “gelang es den Einsatzkräften, den Kopf des Rindes mit Leinen und Holzstangen zu fixieren und über der Gülle zu halten, damit es atmen konnte. Die ersten Versuche die Kuh mit Feuerwehrschläuchen zu sichern und zu retten, scheiterten. Die Gülle war zu glitschig”.

Die Einsatzleitung der Feuerwehr beschloss daraufhin, die Grube leer zu pumpen. Viele  Landwirte waren nach Aufforderung der Integrierten Leitstelle Bayreuth mit Pumpwagen zu Hilfe geeilt. Drei Traktoren übernahmen das Auspumpen. Gegen 11.45 Uhr wurde auch die Drehleiter der Feuerwehr Kemnath angefordert, ebenso das Großtierrettungsgeschirr der Feuerwehr aus Gefrees. “Die Amtstierärztin Dr. Iris Fuchs wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr hinzugezogen, ebenso ein Veterinär aus Kemnath.”

Zudem rückte vorsorglich das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen zur Absicherung an. “Mit vereinten Kräften gelang es innerhalb kurzer Zeit die Güllle soweit heraus zu saugen, dass die Kuh stehen konnte. Nachdem das Rettungsgeschirr angelegt war, hob der Kran des Speichersdorfer Wechselladerfahrzeuges die Kuh auf festen Boden”, berichtet Gerhard Eichmüller weiter.

“Das Tier wurde gereinigt und untersucht und abgewaschen, stampfte anschließend in Begleitung des Besitzers, wieder in den Stall. Die Feuerwehrleute reinigten die Gerätschaften und konnten einrücken”, teilt der Pressesprecher des Bayreuther Feuerwehren abschließend mit.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp