06.04.2017 - 20:10 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Chöre der Kulmregion singen zum Reformationsjubiläum „Staunen über Gott“

"Liebe meines Lebens - alle Welt ist erfüllt." Der Chorsatz von Danny Plett hätte Titel und Programm sein können bei der Chorkonzertproduktion zum Reformationsjubiläum.

Die Chöre und Ensembles aus der Kulmregion boten für das Konzert in der Christuskirche fast 100 Sänger auf, die die Zuhörer mit ihren Vorträgen begeisterten. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Die Chöre und Ensembles der evangelischen Kirchen in der Kulmregion hatten dafür eigens ein Programm entwickelt und eingeübt. Sie präsentierten sich in der Christuskirche in ihrer nahezu stärksten Besetzung. Fast 100 Akteure, zwei Seelsorger und ein restlos gefülltes Gotteshaus sorgten für eine chorale Hommage auf 500 Jahre Reformation und deren weltverändernde Wirkung.

Es sollte eine wunderbare Stunde des Chorgesangs werden, die tiefer ging als so manches geistliche Wort. Pfarrer Dirk Grafe wünscht sich dann auch am Ende, dass die Freude des Singens weitergegeben werde. Viele sollten sich davon anstecken lassen, mit Jesus als guten Hirten ihren Lebensweg zu gehen, ergänzte Pfarrer André Fischer aus Grafenwöhr.

Der 20-köpfige Kirchenchor Speichersdorf unter Leitung von Dominik Fick stimmte "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen" in einem Satz über Psalm 121, "Da kann man nur staunen über Gott" mit Text und Satz von Helga Heizmann sowie "Komm zu uns mit deinem Wort" mit Text und Satz von Klaus Heizmann an. Mit 27 Mitgliedern war der Kirchenchor Wirbenz angereist. Dirigiert von Gertraud Burkhardt, sangen sie die Mottete nach dem Psalm 26 in einem Satz von Otto Süßmann "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses" und "Glauben ist gemeinsam feiern" in einer Textfassung und nach einer Melodie von Johannes Matthias Roth. Der Satz stammt von Hans-Georg Stapff. Das dritte Werk trug den Titel "Ich bin der Weinstock" nach Text und Melodie von Hildegard Enders in einem Satz von Markus Nickel. Beim 25-köpfigen Projektchor aus Neustadt am Kulm und beim Vocalquartett-Ensemble leitete Manuela Brand die Lieder "Weitersagen, weitertragen" in einem Satz von Johannes Nitsch und "Christus ist vom Tod erstanden" in einem Satz von Sven Österberg. Als Vocalquartett präsentierten sich Christine Pühl, Carolin Deinlein, Stephanie Kaufmann und Manuela Brand mit "Denn er hat seinen Engeln befohlen" in einem Satz von Felix Mendelssohn-Bartholdy und bei "Amazing Grace" in einem Satz von Markus Nicket.

Die evangelische Kirchengemeinden Eschenbach/Kirchenthumbach und Grafenwöhr/Pressath hatten den 30-köpfigen Chor New Voices geschickt. Von Walther Thurn dirigiert, erfüllten bei "Herr, wohin sonst sollten wir gehen" von Thea Eicholz-Müller und bei "O Herr unser Gott, wie herrlich ist Dein Name" nach einem Text von Klaus Heizmann und einer Melodie von Michael W. Smith in einer Bearbeitung von Joseph Linn mächtige Frauen- und Männerstimmen das Gotteshaus. "Liebe meines Lebens", nach einem Satz von Danny Plett, leitete schließlich über zum gemeinsamen Vaterunser, zum ökumenischen Gebet und zum Schlusslied aus der Feder Martin Luthers selbst, "Verleih uns Frieden gnädiglich" (1529).

Viele Chormitglieder und Gäste nutzten schließlich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch beim Stehempfang im Gemeindehaus, den Heidi Lauterbach und Sonja Stangl organisiert hatten.

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