Feuerwehr investiert in Anschaffung, Wartung und Betreuung
Defibrillators für die Gesundheit von 232 Bürger

Von links Kommandant Jochen Klant, Karl Berneth vom Roten Kreuz, Vorsitzender Gabriel Herrmann, stellvertretende Kommandantin Bianca Schott.
Vermischtes
Speichersdorf
23.08.2017
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Ramlesreuth.Wie sehr der Feuerwehr neben der Sicherheit auch die Gesundheit ihrer 232 Bürger im Ort und darüber Hinaus am Herzen liegt demonstrierten die Brandschützer um Vorsitzenden Gabriel Herrmann die letzten Tage eindrucksvoll im Zusammenhang mit der Installation eines Defibrillators am Feuerwehrgerätehaus.

Einstimmig wurde die Übernahme der Kosten durch die Feuerwehrkasse beschlossen. Die Anfrage an den Gemeinderat, die laufenden Kosten für das integrierte Handy zur Sprechverbindung wurde positiv beschieden. Die Feuerwehrmitglieder übernehmen auch die Wartung und Betreuung. Einmal die Woche wird der Kasten von Feuerwehrmitgliedern aufgesperrt und der Ladezustand der Batterie abgelesen. Desweiteren wird er einmal im Monat durch einen Knopfdruck auf die Notfalltaste auf seine Funktion getestet. Den Kasten mit intergrierter Heizung für die Wintertage sowie eine Lüftung für den Sommer wurde von der Firma Hartmann aus Bayreuth entwickelt und hergestellt.

Rund um das Thema wurde auch gleich noch ein Info-Abend für die ganze Bevölkerung in der Gastwirtschaft Kopp organisiert. Karl Berneth vom BRK Bayreuth erläuterte Anwendungs- und Funktionsweise. Die meisten Fälle, bei denen ein Defibrillator benötigt wird, sei beim Kammerflimmern von Menschen zwischen 20 bis 50 Jahren, so der Referent. Kurioserweise handle es sich statistisch meist um sportliche und gesund lebende Personen. "Deswegen war es uns im Ort so wichtig, einen solchen Kasten zu installieren und ihn der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen", so Vorsitzender Gabriel Herrmann. So ist der Kasten rund um die Uhr zugänglich und vor Diebstahl gesichert. Er öffnet sich nur, nachdem ihn die Integrierte Leitstelle freigeschaltet hat. Der Kasten ist via Handy mit der Leitstelle Bayreuth/Kulmbach verbunden. Wenn man den Knopf am Kasten drückt wird automatisch eine Sprechverbindung hergestellt wie beim "normalen" Anruf über Handy.

Der Defibrillator erklärt sich ebenfalls fast von selbst. Nach öffnen des Geräts fängt eine Stimme an, mit den Bediener zu reden und erklärt in Echtzeit was zu tun ist. Es wird auch nur ein "Schock" abgegeben, wenn es wirklich notwendig ist. "Man kann also nichts falsch machen", so Kommandant Jochen Klant.
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