23.02.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

HZerbert Dörfler scheidet nach 19 Jahren als Vorsitzender der Flurbereinigungsgenossenschaft ... Kämpfer für Flurbereinigung

Michael Kreutzer steht künftig an der Spitze der Flurbereinigungsgenossenschaft. Nach 19 Jahren geht der bisherige Steuermann, Herbert Dörfler, von Bord.

Rudi Dorsch, Horst Fichtner, Roland Steininger, Michael Kreutzer, Heiko Dörfler, Manfred Kreutzer, Hans Streckenbach, Peter Lauterbach, Georg Porsch und Albert Dennerlein (von links) bilden den neuen Vorstand der Flurbereinigungsgenossenschaft. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Die Mitglieder vollzogen im Landgasthof Imhof aber nicht nur einen Generationswechsel, sondern zogen auch beeindruckende Bilanz bei der Sanierung ihres Wegenetzes. Der 33-jährige Agrarbetriebswirt Michael Kreutzer erhielt einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Ihn vertritt Manfred Kreutzer. Neuer Schriftführer ist Peter Lauterbach. Kassier bleibt Horst Fichtner. Neben Roland Steininger gehören künftig als neue Beisitzer Georg Porsch, Heiko Dörfler und Rudi Dorsch dem Vorstand an. Hans Streckenbach prüft künftig mit Albert Dennerlein die Kasse.

Bürgermeister Manfred Porsch würdigte Dörfler als "korrekten, aktiven, sparsamen und wirtschaftlich denkenden Kapitän, der nachhaltig gewirkt habe und ein gut bestelltes Feld und Kasse hinterlasse". Hartnäckig habe er die Belange der Flurbereinigung vertreten. Dörfler habe in den Wegeunterhalt selbst Zeit und Handarbeit investiert. Für die Genossenschaft gebe es auch weiterhin viel zu tun. Zu den Maßnahmen der Teilnehmergemeinschaft III wünschte er, dass 2018 losgelegt werden kann. Auf zwei Jahre werde eine Million Euro investiert.

"Wir haben in der Tat allerhand bewegt in den zurückliegenden 19 Jahren", sagte Dörfler in seiner Rückschau. 1999 sei die Unternehmensflurbereinigung anlässlich der Verlegung der B 22 mit dem Aufstellen des Gedenksteins abgeschlossen worden. 2003 sei vom Amt für Ländliche Entwicklung ein Programm mit 80 Prozent Zuschuss für die Wegesanierung in der Landwirtschaft vorgestellt worden. Nachteil sei gewesen, dass nur Wege mit drei Metern Ausbaubreite förderfähig gewesen seien. Andererseits musste dafür kein Grund für den Bankettausbau dazu gekauft werden. Der mögliche freiwillige Landtausch sei in Speichersdorf nicht angenommen worden. Es sei schließlich ein Gesamtprogramm für das Gemeindegebiet erstellt worden. Die ersten Maßnahmen konnten allerdings erst 2008 in Brüderes und Windischenlaibach umgesetzt werden.

Dörfler ließ die wichtigsten Wegemaßnahmen Revue passieren, so die Spange Kälberangerweg-Flurweg und die Wege östlich der Bahnlinie zu den Streitäckern, vom Flurweg nach Plössen auf Genossenschaftsgebiet bis zum Altholzgraben sowie von der oberen Au zur unteren Au. Im Bauprogramm 2018 seien in Speichersdorf die Wege vom Flurweg zur gemeindlichen Deponie und vom Flurweg zum Aubach beim Gashäuschen sowie seitens der Gemeinde der Soli-Weg nach Zeulenreuth enthalten. "Wir hoffen, dass was passiert", sagte Dörfler.

Insgesamt hat die Flurbereinigungsgenossenschaft 35 000 Euro investiert. Auf die 20 Prozent Eigenbeteiligung habe sie 20 Prozent Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 7000 Euro bekommen. Im Endeffekt habe die Genossenschaft 16 Prozent finanzieren müssen, erklärte der Vorsitzende. Durch die eventuelle Sanierung des Lohweges und der Betonstraße kommen noch weitere Kosten auf die Genossenschaft zu. Er gab dabei zu bedenken, dass die Einnahmesituation nicht mehr so rosig sei. Seit 1999 seien zwar 9000 Euro von der Jagdgenossenschaft geflossen. Doch werde aus der Jagdpacht kaum mehr ein Erlös erzielt. Die seit 1990 erlösten 4000 Euro Garagenmiete seien ebenfalls weggefallen. An der Vermietung vom Kühlraum sei kaum mehr etwas verdient. "Wir können froh sein, dass dank Rücklagen noch keine Umlagen nötig sind", fasste Dörfler zusammen. Er erinnerte dabei an seinen Antrag an die Gemeinde auf Erhöhung der Bezuschussung auf 25 Prozent.

Dörflers Dank galt der Kommune für die 20-prozentige Bezuschussung der Kosten für die Instandhaltung und die Entwässerungsgräben. Porsch teilte mit, dass die Betonstraße Richtung Roslas ins Kernwegenetz aufgenommen und die Hauptwasserleitung vom Warthübel nach Speichersdorf erneuert wird. Da die Verlegung nicht mehr querfeldein erfolgen soll, benötigt die Gemeinde für ein Teilstück eines Flurbereinigungswegs eine Grunddienstbarkeit.

Kassier Horst Fichtner erläuterte anschließend die Investitionen. Hans Streckenbach bescheinigte saubere Buchführung.

Kostenschätzung für Rumsauer Weg fehlt noch

Zur Diskussion stand der Rumsauer Weg, der hauptsächlich Gewerbe- und Erschließungscharakter hat, was eine Bezuschussung erheblich erschwert. Die vom Amt zugesagte Kostenschätzung stehe noch aus, berichtete Herbert Dörfler. Bürgermeister Manfred Porsch sicherte zu, mit allen Beteiligten eine Lösung zu suchen. Georg Porsch beantragte die Sanierung des unteren Soli-Wegs, des Grabens am gemeindlichen Weg zum Letten und des Gemeindewegs in die Loh hinauf. Bei der Brückenerneuerung Speichersdorf/Roslas sei der Übergang von der neuen auf den alten Asphalt des Flurwegs zu einer Sprungschanze geworden, die beseitigt werden sollte. Er informierte auch, dass es für die Waldpflanzenbestellung für jeden Besteller ein eigenes Formular gebe. Dörfler ergänzte, dass eine Bestellung und Bepflanzung im Herbst besser sei. (hai)

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