Jubiläum mit Pauken und Trompeten
Posaunenchor Frankenberg feiert 50 Jahre Gründung

Für langjährige Posaunenspieler gab es beim Gottesdienst große Anerkennung. Bild: exb
Vermischtes
Speichersdorf
21.08.2017
51
0

Frankenberg. Zum 50-jährigen Gründungsjubiläum des Posaunenchores platzte die Heilig-Geist-Kirche in Frankenberg fast aus allen Nähten. Rund 150 Gottesdienstbesucher waren gekommen, um diesen Anlass mitzufeiern. Wenn in einer Ortschaft mit rund 100 Einwohnern 13 Personen im Posaunenchor aktiv sind, dann darf das als außergewöhnlich bezeichnet werden, meinte der Speichersdorfer Bürgermeister Manfred Porsch.

Um die vielen Gottesdienstbesucher unterzubringen, musste der Mittelgang der kleinen Kirche zusätzlich bestuhlt werden, ebenso der Nebenraum. Auch auf dem Platz vor der Kirche wurden Bänke aufgestellt. Pfarrer Hartmut Klausfelder war tief beeindruckt von der stattlichen Besucherzahl. So viele Gottesdienstbesucher habe er in den vier Jahren seiner Tätigkeit als Pfarrer in Frankenberg noch nie gehabt. Die Festpredigt hielt Professor Reinhold Friedrich aus Erlangen, der selbst in der Region aufgewachsen und unter dem Mitbegründer und ersten Posaunenchorleiter, Lehrer Wolfgang Gräf, zu Schule gegangen war. Friedrich hob in seiner Predigt die wertvolle Kombination hervor, die das Musizieren im Posaunenchor ausmacht: Hier verbinden sich Geselligkeit und musikalische Bildung.

Im Anschluss an die Festpredigt konnte der Bezirksposaunenchor-Obmann Richard Riedel (Floß) einige Bläser für ihre langjährige Posaunenchorarbeit ehren. Er überreichte Urkunden an Gründungsmitglied und Obfrau Heidi Hinke für 50 Jahre, an Peter Bäumler und Klaus Schmid für 40 Jahre sowie an Andrea Bayer, Julia Bayer, Monika Klausfelder und Hartmut Klausfelder für jeweils zehn Jahre.

Neben Bürgermeister Manfred Porsch überbrachte noch der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Robert Gebhardt, Grüße der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neustadt am Kulm. Zum Abschluss verlas Obfrau Heidi Hinke einen Brief des früheren Chorleiters Wolfgang Gräf, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. Gedacht wurde des im vergangenen Jahr verstorbenen Chorleiters Willi Stahl aus Erbendorf, dessen Söhne mit Familien zur Jubiläumsfeier gekommen waren. Beim anschließenden Choral "Nun danket alle Gott" fiel es manchen Mitwirkenden schwer, die Tränen zurückzuhalten.

Viel Dankbarkeit und Wertschätzung bekam Monika Klausfelder zu hören, die sich nach Willi Stahls Tod spontan bereiterklärt hatte, ehrenamtlich die Leitung des Posaunenchores zu übernehmen. Im Anschluss luden die Frankenberger zum Kaffeetrinken beim Dorffest am Feuerwehrhaus ein. Natürlich durfte auch hier die Bläsermusik nicht fehlen: Insgesamt 28 Bläser aus der Region boten in einem Standkonzert unter Leitung von Monika Klausfelder Volks- und Stimmungslieder dar und ernteten dafür Applaus.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.