08.03.2018 - 20:00 Uhr
Speichersdorf

Neuer stellvertretender Vorsitzender für Soldaten- und Kriegerverein Kirchenlaibach Andreas Hummer verschafft Kassier mehr Luft

Kirchenlaibach. Andreas Hummer ist neuer stellvertretender Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsverein. Der künftige Chef der florierenden Schießsportgruppe beendete damit nach sechs Jahre die Personalmisere im Vorstand.

Die neue Führung des Soldaten- und Kameradschaftsvereins: (von links) Heribert Ziegler, Martin Schwarzbeck, Thomas Semba, Norbert Kaufmann, Marcus Köppel, Georg Hösl, Andreas Hummer, Michael Hartmann und Klaus Stief. Ihnen gratulierte Bürgermeistzer Manfred Porsch (Zweiter von rechts). Bild: hai
von Autor HAIProfil

Neben Neuwahlen blickte die Kameradschaft, die mit der Feuerwehr die tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens ist, auf eines seiner erfolgreichsten Jahre zurück. Mit einigen neuen Gesichter der Führungsriege stellte der Soldatenverein in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Rotes Ross" die Weichen für die Zukunft.

Dank des 34-jährigen Andreas Hummer konnten seit dem Rückzug des Ehrenvorsitzenden Heinz Semba 2012 erstmals wieder alle Vorstandsposten besetzt werden. Der bisherigen "Vize" Thomas Semba war spürbar erleichtert ob der Entlastung. Trotz vier Funktionen im Bayerischen Soldatenbund als Kreisvorsitzender, Kreisschießwart, Landesrevisor und stellvertretender Vorsitzender im Bezirksverband Oberpfalz hatte der 43-jährige Kirchenlaibacher in Personalunion die Stellvertretung und Kassenführung des Vereins übernommen und so die Kameradschaft durch die personelle Durststrecke geholfen.

Er erklärte sich bereit, als Kassier weiterzumachen. Die Führungsmannschaft für die nächsten drei Jahre besteht demnach aus Vorsitzendem Marcus Köppel, seinem Stellvertreter Andreas Hummer, dem dritten Vorsitzenden Michael Hartmann. Schatzmeister Semba und Schriftführer Heribert Ziegler. Neben Georg Hösl, Holger Kunnert und Klaus Stief fungiert künftig auch Norbert Kaufmann als Beisitzer. Die Kasse prüfen Bernhard Walter und Martin Schwarzbeck. Schießmeister sind Max Opitz, Holger Kunnert, Andreas Hummer, Norbert Kaufmann und Oliver Hösl.

Die Kameraden gedachten vor allem Josef Bayer (99), dem letzten Weltkriegsveteran und Zeitzeugen im Verein wie in der Großgemeinde. Mit Roland Spiersch, Nino Hartmann und Jannis Schirmer konnte Köppel drei Neue unter den aktuell 92 Mitgliedern begrüßen. Dem scheidenden Vorstandsmitglied Franz Zetlmeisl und Fahnenträger Reinhold Schott galt der Dank für ihren jahrzehntelangen Einsatz.

Zuvor hatte Köppel in seinem sechsten Tätigkeitsbericht aufgezeigt, wie aktiv die Soldatenkameradschaft das Jahr über war. Dazu gehörten Geburtstags- und Festbesuche der Krieger- und Soldatenkameradschaften (KSK) Brand und Kastl sowie die Teilnahme an der Generalversammlung des befreundeten Patenvereins, der KSK Immenreuth, und der Bezirksversammlung. Mit der Feuerwehr nahm man an der Fronleichnahmsprozession teil, stellte den Maibaum auf, unternahm eine Vatertagswanderung und veranstaltete einen Preisschafkopf. Im Gegenzug besuchte die Kameradschaft deren Johannisfeuer. Ein Erfolg war der Grillstand beim siebten Speichersdorfer Bürgerfest. Nach zwei Jahren Pause gingen wieder Läufer auf die Strecke des 11. Kirchenlaibacher Crosslaufes. Dank galt hier allen Helfern, Franz Kohl und Norbert Kaufmann für die Bereitstellung der Maschinenhalle und den Immenreuther Kameraden für die Klappschießanlage.

In seinem Bericht sprah Thomas Semba von einem kleinen Plus in der Kasse. Angeschafft wurden zwei Kleinkaliberpistolen und ein Waffentresor. Revisor Martin Schwarzbeck bescheinigte vorbildliche Belegführung.

Die Versammlung beschloss einstimmig, Minderjährige vom Mitgliedsbeitrag zu befreien. Der stellvertretende Immenreuther Vorsitzende Ludwig Melzner schlug gegen Jahresende ein gemütliches Beisammensein mit kleinem Pistolenwettbewerb und Umtrunk vor. In seiner Funktion als Kreisvorsitzender zeigte sich Semba stolz, was alles mit der Feuerwehr bewegt werde. "Wir in Kirchenlaibach haben im Kreis ein Alleinstellungsmerkmal", betonte er. Zur Kreisversammlung lud er am 20. April, 19.30 Uhr, nach Mehlmeisel ein. Die nächste Kreismeisterschaft findet im Herbst in Neusorg statt.

"Ihr seid ganz, ganz wichtig für die Gesellschaft", betonte auch Bürgermeister Manfred Porsch. Die aktive, lebendige und zukunftsfähige Gemeinschaft sorge dafür, dass es im Ort nicht langweilig werde. "Was ihr anpackt, das gelingt", lobte der Rathauschef. Zum Volkstrauertag sagte er, dass das Gefährdungspotenzial größer werde. Unruhen nähmen zu. Im Nahen Osten gelinge es nicht, für Frieden zu sorgen. Porsch dankte für die Gestaltung des nach wie vor aktuellen Volkstrauertages, um der Toten von Krieg, Terror und Gewalt zu gedenken.

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