03.07.2017 - 20:10 Uhr
SpeichersdorfOberpfalz

Pater Johannes Bosco Ernstberger zelebriert ersten Gottesdienst an Praktikumsstelle Rückkehr an Wohlfühlort

Eine Freundschaft, die vor zwei Jahren mit dem Praktikum beginnt, findet am Samstag mit dem ersten Gottesdienst und Primizsegen einen vorläufigen Höhepunkt. Die Pfarreiengemeinschaft bereitet Pater Johannes Bosco Ernstberger einen warm- herzigen Empfang.

Hinter Pfarrer Sven Grillmeier zog Pater Johannes Bosco Ernstberger in die Kirchenlaibacher Pfarrkirche ein, um mit den Gläubigen Gottesdienst zu feiern. Erstmals nach seiner Primiz kehrte er als Zelebrant an seine ehemalige Praktikumsstelle zurück. Bild: hai
von Autor HAIProfil

Kirchenlaibach/Mockersdorf. Am 15. Januar 2015 habe er bei Pfarrer Sven Grillmeier um ein Praktikum in der Pfarrgemeinde angefragt. "Es waren zwei gewinnbringende Jahre", erinnerte sich der Neupriester nach seinem ersten Abendgottesdienstes in der Dreifaltigkeitsgemeinde. Hier habe er seine ersten Gehversuche gemacht. "Kirchenlaibach ist für mich ein Ort der Geborgenheit und des Wohlfühlens - ich komme gerne wieder", betonte der Speinsharter Prämonstratenser.

Als Erinnerungsgeschenk der Pfarreiengemeinschaft überreichte ihm Grillmeier ein grünes Messgewand. Die Spenden der Gläubigen hätten gut und gerne für ein zweites gereicht, meinte der Ortspfarrer nicht ohne Stolz. Er wünschte sich, dass Pater Johannes auch künftig oft am Ambo stehen möge. Grillmeier versäumte es auch nicht, einem seiner Vorgänger, Grafenwöhrs Stadtpfarrer Bernhard Müller, zum 40-jährigen Priesterjubiläum zu gratulieren. Zuvor hatte Pater Johannes mit den Gläubigen einen feierlichen Abendgottesdienst zelebriert, musikalisch begleitet vom Kirchenchor unter Leitung von Alfred Malzer. Gabi Fees und Julia Bäss stimmten sein Lieblingslied "Sancta Maria" an. Die Blumendamen hatten für einen schön geschmückten Kirchenraum gesorgt. Die Familien Walter und Schmidt-Ahl hatten auf die Altarstufen einen Blumenteppich mit dem eucharistischen Kelch gezaubert.

Nicht gegenüber den Mitmenschen in Distanz zu verharren, sondern mit ihnen Freud und Leid zu teilen, wünschte sich Pater Johannes von einer lebendigen Pfarrgemeinde. In seiner Arbeit möchte er nahe bei den Menschen sein, um sich um ihre Nöte und Ängste zu kümmern. Zuwendung zeigen, den anderen nicht alleine lassen, Anteil nehmen an dem, was den anderen bewege, sei das, was den Christen im Kern ausmache.

Auch mahnte er an, sich mit Freude und Fröhlichkeit in die christliche Gemeinde einzubringen. "Zeigen wir es mit einem lachenden Gesicht", appellierte er an alle. Christus habe Freude in die Welt gebracht. Allzu oft gehe in der Kirche Lebensfreude einher mit einem schlechten Gewissen, kritisierte Pater Johannes.

Zum Stehempfang mit den Gläubigen im Pfarrheim empfingen der "Böhmische Traum" und "Lobet den Herren" der Speichersdorfer Musikanten den Neupriester. Bürgermeister Manfred Porsch gratulierte und überreichte eine Spende.

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